Was kommt 2013? Schumacher will sich mit seiner Entscheidung Zeit lassen

DTM 2012

— 18.10.2012

Schumacher und Hockenheim: Auf Wiedersehen oder Ade?

Der HWA-Pilot will eine durchwachsene Saison zu einem versöhnlichen Abschluss bringen - Norbert Haug würdigt das DTM-Engagement Schumachers

Für Ralf Schumacher könnte das DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring das letzte Rennen einer langen Motorsport-Karriere sein. Der Ex-Formel-1-Pilot will erst im kommenden Jahr entscheiden, ob und wie er seine Laufbahn fortsetzt. Egal, was die Zukunft bringt: Die Strecke ist ein emotionaler Ort für Schumacher, schließlich fuhr er dort im Auftaktrennen 2011 sein erstes und einziges Podiumsresultat ein. "Persönlich verbinde ich mit Hockenheim schöne Erinnerungen", sagt der 37-Jährige.

Auch ein Sieg in der Königsklasse glückte ihm 2001 im Badischen. So hoch sind die Erwartungen im Moment nicht: "An diesem Wochenende will ich die Saison mit einer guten Leistung und einem ordentlichen Resultat beenden", meint Schumacher mit Vorfreude auf die lautstarke Unterstützung von der Mercedes-Tribüne und die Stimmung im Motodrom. "Die Strecke ist technisch sehr anspruchsvoll - es kommt auf den richtigen Setup-Kompromiss an", weiß der Routinier.

Im Rennen stärker als im Qualifying

Als 18. der Gesamtwertung hatte Schumacher nicht gerade ein berauschendes Jahr. Die aktuelle Saison laufe "alles andere als gut", räumt er gegenüber dem 'SID' ein und fügt an: "Aber ein bisschen Pech hatte ich auch." Im Sommer hatte der Wahl-Österreicher Spaß seinen einzigen Antrieb im DTM-Auto genannt. Norbert Haug sieht positive sportliche Aspekte: "Ralf hat sicher einige ganz starke Rennen und ganz starke Auftritte gehabt", lobt der Mercedes-Motorsportchef.

"Ausgerechnet der Ort, wo es immer am besten geklappt hat, war der Norisring. Das ist eine ganz schwierige Rennstrecke. Da wird nicht plötzlich gesagt, ich fahre jetzt etwas langsamer und lasse Ralf den Vortritt", betont Haug. In Nürnberg ereilte Schumacher ein Elektronikdefekt. "Er war in diesem Jahr siegfähig, hat technische Probleme gehabt", unterstreicht der Chef am Kommandostand, der die starken Sonntage seines prominenten Piloten ausdrücklich würdigt.

Schumachers Popularität hat der DTM geholfen

Haug gibt zu bedenken: "Wenn man als Zwölfter losfährt, dann nützt einem auch das beste Tempo im Rennen nichts. Dann redet niemand mehr über einen." Es ist das harte Brot eines Spitzensportlers, das sich durch die Konkurrenz im Feld der 22 DTM-Piloten nicht leichter kauen lässt. Der Mercedes-Verantwortliche erinnert an die Pannen-Saison des Gary Paffett im vergangenen Jahr: "Wir haben von Meisterfahrern schon gesehen, dass sie ihre Probleme haben und 17. oder 18. sind."

Haug nennt den aktuellen Aufschwung der DTM etwas, wozu der 2008 in die Serie eingestiegene Schumacher maßgeblich beigetragen habe - und seine Fahrerwahl keine PR-Überlegung. "Er hat der Sache sehr, sehr viel Gutes gebracht. Es gab eine Zeit, in der es darauf ankam, die DTM am Leben zu erhalten. Dass er mit seiner Popularität dazu beigetragen hat, nimmt ihm keiner. Wenn es diesen Ausbau der DTM nicht gegeben hätte, dann gäbe es diese Serie mit drei Herstellen bestimmt nicht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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