Augusto Farfus konnte sich gegen die beiden Titelkandidaten durchsetzen

DTM 2012

— 20.10.2012

Qualifying: Farfus toppt die Topstars

Valencia-Sieger Augusto Farfus (BMW) setzt sich in der letzten Zeitenjagd des Jahres gegen die Titelkandidaten Gary Paffett (Mercedes) und Bruno Spengler (BMW) durch

Das Saisonfinale in Hockenheim wird zum groen Showdown. Die beiden Titelkandidaten Gary Paffett (Mercedes) und Bruno Spengler (BMW) gaben sich im Qualifying am Samstag keine Ble. Der Brite wird das letzte Rennen der DTM-Saison von Startplatz zwei aufnehmen, sein Kontrahent aus Kanada steht einen Rang dahinter. Einzig der momentan in Topform agierende BMW-Pilot Augusto Farfus fuhr im Shootout der besten vier Piloten noch schneller.

Den letzten Qualifikationsabschnitt hatte Mattias Ekstrm als letzter verbliebener Audi-Pilot erffnet. Der Schwede pilotierte seinen Audi A5 solide um den Kurs, ohne sichtbare Fahrfehler. Allerdings waren seine Reifen nicht mehr im besten Zustand, sodass er nur eine Zeit von 1:34.627 Minuten markieren konnte. Als zweiter Starter im Shootout ging Paffett auf die Bahn, der sich in Q3 auf Platz drei gesetzt hatte.

Der Brite fuhr bereits im ersten Sektor schneller als Ekstrm, packte im zweiten Streckenabschnitt reichlich Vorsprung drauf. Anschlieend leistete sich Paffett im Motodrom einen kleinen Fehler. Dennoch: 1:34.261 Minuten - meilenweit vor Audi-Sperrspitze Ekstrm. "War niocht schlecht", so das Urteil von Paffett. Als dritter Pilot ging Spengler auf seine schnelle Runde. Was folgte, war regelrecht filmreif.

Der Kanadier wuchtete seinen BMW sauber um den Kurs, lag bei allen Zwischenzeiten dicht am Hauptkonkurrenten, aber hatte auf dem Zielstrich genau 0,007 Sekunden Rckstand. Ein Duell auf absoluter Augenhhe - genau das, was sich alle Fans wnschen. "Ich bin direkt hinter ihn. Ich bin in der besten Ausgangsposition, um ihn berholen zu knnen. Das ist ein ganz gutes Ergebnis", so Spengler. "Ich freue mich auf das Rennen. Das wird ein interessanter Kampf."

Ein Start der beiden Titelkandidaten aus der ersten Reihe htte das Finale beinahe unglaubwrdig erscheinen lassen wie einen billigen Hollywood-Streifen, aber so kam es schlielich auch nicht. Augusto Farfus unterstrich seine Bestform nach dem Sieg in Valencia noch einmal. Der Brasilianer arbeitete sich chirurgisch genau durch die Hockenheim-Kurven und markierte in 1:34.140 Minuten die Bestzeit. "Nicht schlecht, oder?", lachte Farfus anschlieend im Boxenfunk.

Der dritte Anwrter auf den Titel kann seine Ambitionen wohl endgltig abhaken. Jamie Green schaffte es nur auf Startplatz zehn. "Das war nicht so gut, ich war nicht schnell genug. Q2 war okay, aber in Q3 hatte ich nicht genug Grip. Mit der Balance des Autos war ich auch nicht so ganz zufrieden", so der Brite. "Wenn mein Auto nach der ersten Runde noch in einem Stck ist, dann habe ich noch Chancen."

"Sein Startplatz ist nicht ideal", kommentiert Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug das mige Abschneiden von Green. Mit Blick auf das Duell an der Spitze fgt er an: "Die beiden mit den besten Chancen sind ganz nahe beieinander, mehr knnen sich die Fans nicht wnschen." Hinter den Top-4 prsentierte sich Joey Hand (BMW) brenstark als Fnfter. Der Amerikaner setzte sich in Q3 hauchdnn gegen seinen RMG-Kollegen Martin Tomczyk durch. Dirk Werner stellte seinen BMW auf Rang sieben.

Als beste Audi-Vertreter hinter Ekstrm konnten Timo Scheider und Edoardo Mortara auf den Pltzen acht und neun immerhin noch Schadensbegrenzung betreiben. Vor allem Scheider drfte damit leben knnen, denn der zweimalige Champion hatte am Morgen groe Probleme gehabt und sich auf den letzten Drcker berhaupt in das Top-10-Qualifying fahren knnen. Damit strzte er allerdings seinen Kollegen Filipe Albuquerque auf den undankbaren elften Platz.

Fr Mercedes-Star Ralf Schumacher war bereits im ersten Abschnitt ein schnelles Ende des Qualifyings gekommen. Der Ex-Formel-1-Pilot hielt sich bis kurz vor Schluss auf Rang 16, wurde dann aber auf den letzten Drcker von Scheider verdrngt. Die Mercedes-Kollegen Robert Wickens und Roberto Merhi, Audi-Pilot Miguel Molina sowie die beiden sich aus der DTM verabschiedenden Schotten David Coulthard und Susie Wolff verabschiedeten sich ebenfalls nach Q1.

Das letzte Rennen der aktuellen DTM-Saison wird am Sonntag um 14:00 Uhr gestartet. Sptestens 42 Runden spter ist sicher, wer den Fahrertitel 2012 und wer die Markenmeisterschaft gewonnen hat. Die Saison endet mit einer groen Party der DTM-Dachorganisation ITR am spten Sonntagabend.

Fotoquelle: BMW

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