DTM 2012

— 11.12.2012

Berlin: Doch kein Rennen in Tempelhof

Kein Comeback der Flugplatzrennen: Die deutsche Bundeshauptstadt Berlin erteilt der Idee eines DTM-Rennens in Tempelhof eine Absage



Diese Vorstellung hatte die Herzen von unzähligen DTM-Fans bereits höher schlagen lassen: ein Rennen der Tourenwagen-Serie auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin. Nach dem letztlich als missglückt zu bezeichnenden Show-Event im Münchner Olympiastadion in den vergangenen beiden Jahren, schien in Berlin nun endlich zusammenzuwachsen, was zusammen gehört: ein Gastspiel der DTM auf einem sportlich ansprechenden Kurs inmitten einer deutschen Großstadt.

Doch der Chef des DTM-Vermarkters ITR, Hans-Werner Aufrecht, erklärt nun gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass diese im Oktober öffentlich gewordene Idee vorerst nicht in die Tat umgesetzt wird: "Von diesem Vorhaben mussten wir leider Abstand nehmen. Die Stadt Berlin ist darin nicht interessiert." Das Projekt sei bis auf weiteres vom Tisch.

Großprojekte stehen in Berlin seit Jahren oft nicht unter einem besonders guten Stern, vor allem wenn es um Flughäfen geht. So sollte aus drei Flughäfen in der Bundeshauptstadt eigentlich längst ein neuer Großflughafen in Schönefeld entstehen. Der Flugplatz in Tempelhof wurde bereits 2008 geschlossen, im Sommer 2012 hätte mit der Fertigstellung des neuen Willy-Brandt-Flughafens in Schönefeld auch der Flughafen Tegel zugesperrt werden sollen.

Doch die Verzögerungen beim Bau des Prestigeobjektes im Osten der Stadt bestimmen seit Monaten die Schlagzeilen in Berlin. Das weiß auch Aufrecht. "Die Sorgen, die die Stadt Berlin momentan mit einem Flughafen hat, sind groß genug", sagt der ITR-Boss. Wäre ein DTM-Rennen in Berlin aber nicht auch für die finanziell gebeutelte Hauptstadt attraktiv gewesen? "Das ist sicherlich richtig, aber sie haben davon Abstand genommen."

Streitthema Tempelhof

Welche Gründe für die Absage aus Berlin letztendlich ausschlaggebend waren, verrät Aufrecht nicht. Aber bereits im Oktober wurde Michael Müller, Berliner Senator für Stadtentwicklung, im 'Tagesspiegel' mit folgenden Worten zitiert: "Eine Rennstrecke passt nicht in die Entwicklungsplanung für den Park." Wie diese Entwicklungsplanung aber aussieht, weiß seit Jahren allerdings auch niemand so genau.

Tatsächlich dient das ehemalige Flughafengelände, auf dem 1948 und 1949 die legendären "Rosinenbomber" im Minutentakt starteten und landeten, um die Westberliner Bevölkerung mit Lebensmitteln zu versorgen, seit Jahren als Naherholungsgebiet. Allerdings ist die Nutzung des vier Millionen Quadratmeter großen Geländes umstritten: So scheiterte unter anderem das Filmstudio Babelsberg mit dem Plan, Filmateliers in das Flughafengebäude zu bauen, am Veto des Berliner Senats. Andere Bauvorhaben stießen hingegen in der Berliner Bevölkerung auf Widerstand.

Fotoquelle: Achim Raschka

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