DTM Norisring 2012

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DTM 2012: Norisring

— 02.07.2012

Green siegt in letzter Sekunde

Nach einem turbulenten Regen-Rennen sah es am Norisring lange nach einem Doppelerfolg für DTM-Rückkehrer BMW aus. Doch dann schlug die Stunde von Jamie Green. Der Brite schnappte sich in letzter Sekunde den Sieg für Mercedes.

(dpa) Buchstäblich in der letzten Runde machte er den Jubiläums-Sieg perfekt: Kurz vor dem Zielstrich fing Jamie Green Titelverteidiger Martin Tomczyk noch ab und fuhr am Sonntag (1. Juli 2012) den zehnten Erfolg in Serie für Mercedes-Benz am Norisring heraus. Der Stadtkurs von Nürnberg ist schließlich Greens Hausstrecke im Rennkalender des Deutschen Tourenwagen Masters (DTM): von 2008 bis 2010 siegte der Brite dreimal nacheinander, 2011 wurde er Zweiter. "Das Glück war heute auf meiner Seite", sagte ein überglücklicher Green. "Mein Auto hat einfach so gut funktioniert." "Das war wie aus dem Drehbuch für einen Film, einfach unglaublich", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. "Es ist eine Schande, wenn man das Rennen in der letzten Runde verliert. Das ist das Schlimmste, was passieren kann", klagte Tomczyk. Mit seinem vierten Triumph verhinderte Green einen Doppelerfolg von Rückkehrer BMW.

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Zusammenfassung Norisring

Denn der Rosenheimer Tomczyk und der Kanadier Bruno Spengler hatten bis kurz vor Schluss noch geführt – dann überholte Green sie mit einem furiosen Schluss-Spurt in der 78. Runde. Auf regennasser Fahrbahn hatte es zuvor zahlreiche Kollisionen gegeben. So war der Gesamtführende Garry Paffett (Großbritannien) im Mercedes nach dem Start auf Platz 19 zurückgefallen, schloss das Rennen jedoch noch als Vierter ab. Paffett, von der Pole Position aus gestartet, hatte sich gleich in der ersten Kurve gedreht und für einen Verkehrsstau gesorgt. Den zweimaligen DTM-Champion Mattias Ekström traf es noch härter. Der Schwede brachte seinen lädierten Audi gerade noch in die Box, für ihn war das Rennen jäh beendet. "Da merkt man, dass auch im Profisport Amateure unterwegs sind", klagte Ekström, der den Brasilianer Augusto Farfus im BMW für sein Ausscheiden verantwortlich machte.

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Nutznießer des turbulenten Startes war Ralf Schumacher. Der frühere Formel 1-Pilot setzte sich an die Spitze des Feldes, auch Tomczyk spülte der Start im Nassen nach vorne. Von Platz sechs aus gestartet, setzte sich der BMW-Pilot hinter Schumacher. In der 17. Runde übernahm der Rosenheimer dann sogar die Führung. Denn Schumacher musste wegen eines Elektronik-Problems bei seinem Rennwagen gleich drei Verfolger passieren lassen. Der Kerpener blieb beinahe mitten auf der Strecke stehen – Tomczyk, Spengler und Green überholten. Paffet startete eine furiose Aufholjagd vom Ende des Feldes, die ihn zur Hälfte des Rennens sogar an die Spitze zurückführte. Zur gleichen Zeit musste Schumacher aufgeben – sein Wagen streikte. "Das hätte heute sehr, sehr gut werden können ohne diese Probleme", meinte Schumacher. Greens Fahrt zum Sieg und auf Platz zwei der Gesamtwertung konnte Schumacher nur noch am Bildschirm in der Boxengasse verfolgen. Der dritte Hersteller Audi dagegen erlebte bei seinem Heimrennen einen Absturz: bester Pilot war Mike Rockenfeller auf dem sechsten Rang. "Das ist ein Desaster", sagte Rockenfeller.

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