Timo Glocks Teamkollegen können sich schonmal auf eine Lokalrunde freuen

DTM 2013

— 30.01.2013

Glock: "BMW-Kontakt nie abgerissen"

Timo Glock erinnert sich noch gut an seine Formel-1-Zeit bei BMW-Sauber und spricht über seine Schwierigkeiten beim Einsteigen: "Ein bisschen wie Tetris-Spiel"

Mit seinem DTM-Wechsel zu BMW schließt sich für Timo Glock ein Kreis. Der Deutsche kehrt damit zu dem Hersteller zurück, mit dem er bereits früher verbunden war. Neben dem typischen Formelklassen-Einstiegsprogramm in der Formel BMW ADAC, war er auch während seines späteren GP2-Titels ein Teil der Familie: 2007 bereitete er sich nämlich als Testfahrer bei BMW-Sauber auf die Formel 1 vor und wurde nach dem Abgang von Sebastian Vettel zum offiziellen Ersatzfahrer des Teams ernannt. Timo Glock kann sich noch gut an die damalige Zeit erinnern.

"Als ich heute Morgen hierher fuhr, gingen die letzten Jahre so ein bisschen durch meinen Kopf - natürlich auch das Jahr 2007", erzählt der DTM-Neuling. "Ich habe mir das eine oder andere Bild angeschaut. Es gibt ein sehr schönes Bild von mir und Sebastian Vettel, wo wir beide noch etwas dichteres Haar hatten, auch weniger graues, sondern mehr dunkle Haare. Es waren schöne Erinnerungen, und jetzt freue ich mich auf die nächsten Jahre, auf die Zukunft und auf eine große Herausforderung."

Zwar war Glock in der Zwischenzeit bei Toyota und Marussia unterwegs, doch ganz abreißen lassen, hat der Deutsche den Kontakt nie: "Der Kontakt zu Jens Marquardt war immer da. Wir haben die Jahre zuvor schon immer ein bisschen geflachst und gesagt: Irgendwann könntest du auch DTM fahren. Die Situation bei Marussia war klar, da gab es nicht viel zu überlegen. Dann gab es diese Option bei BMW, da habe ich nicht lange überlegt. Das ging relativ schnell."

Gespräche bereits vor Weihnachten

Und weil alles so schnell ging, blieb für Glock auch nicht viel Zeit, um sich mit der Tourenwagenserie auseinanderzusetzen. "Es waren zwei, drei intensive Wochen über Weihnachten, wo der erste Kontakt zwischen mir und BMW stattgefunden hat", erklärt der Hesse. "Davor waren die Gespräche mit meinem ehemaligen Team sehr intensiv, ich habe viele Stunden vor dem Laptop und am Telefon verbracht, um alles auszusortieren. Als aber alles klar war und ich den ersten Test in Valencia fahren konnte, war das ein sehr schöner Moment, und da fällt natürlich auch ein bisschen der Druck von einem ab. Ich konnte die eineinhalb Tage schön genießen. Die waren sehr interessant."

"Ich habe mich im Vorhinein gut informiert, habe mir viele Onboardkameras angeschaut. Ich habe versucht, schon mal ein Gefühl für so ein Auto zu entwickeln - und was auf einen zukommt", schildert der 30-Jährige seine Testeindrücke. "Die erste Herausforderung war dann erst mal, mit kompletter Montur und mit Helm in dieses Auto einzusteigen. Vorher, wo wir den Sitz gemacht haben, war das noch relativ einfach, aber dann, in Valencia, war das Einsteigen schon ein bisschen wie ein Tetris-Spiel. Ich musste mich da ziemlich verbiegen - das war alles ein bisschen schwieriger."

"Und auch bei der ersten Runde, der Outlap, habe ich mir gedacht: Die Sicht ist schon ein bisschen eingeschränkter, als ich es mir vorgestellt habe. Aber man gewöhnt sich sehr schnell. Ich habe mich sehr schnell sehr wohl gefühlt im Auto. Das Auto hat mir sehr gutes Feedback gegeben, was unheimlich wichtig ist. Die größte Angst war, dass ich den Vorderreifen nach drei Runden schon eckig gebremst habe, weil man die Räder nicht sieht. Und wenn das Rad stehenbleibt, dann ist es deutlich schwieriger, das zu spüren, als bei einem Formel-1-Auto. Ich muss aber sagen, dass es dann doch relativ einfach war, ich konnte mich sehr schnell darauf einstellen."

Timo Glock der Teamplayer

Worauf sich Glock auf jeden Fall einstellen muss ist die Tatsache, dass ihm nicht mehr nur ein Teamkollege auf und abseits der Strecke begegnet, sondern gleich sieben Markenkollegen (auch wenn ihm wie in der Formel 1 nur ein "echter" Teamkollege zur Seite steht). Doch für den BMW-Piloten wird das keine große Umgewöhnung sein: "Auch in der Formel 1, wo du nur einen Teamkollegen hast, ist es genauso ein Team - zusammen mit den Ingenieuren handelt es sich um eine große Gruppe, mit der du zusammenarbeiten musst."

"So wird es dann auch demensprechend mit den anderen sieben Teamkollegen sein, die mich übrigens beim Test in Valencia sehr herzlich willkommen geheißen haben", betont Glock. "Sie haben mir jede Frage beantwortet und waren immer da, wenn es etwas gab. Sie haben mir auch gesagt, wie ich am besten ins Auto rein- und wieder rauskomme. Das hat also sehr gut funktioniert." Einen ausgegeben hat er für seine neuen Kollegen allerdings noch nicht: "Aber das wird wahrscheinlich noch kommen", stellt er lächelnd in Aussicht.

Fotoquelle: BMW

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