Ungar, Schattling und Wolff leiten künftig die Mercedes-Geschicke

DTM 2013

— 08.03.2013

Ein Koordinator, ein Gesicht und ein Mann für Kleinholz

Arbeitsteilung auf Schwäbisch: Wie sich Toto Wolff, Wolfgang Schattling und Gerhard Ungar in der DTM als Mercedes-Führungskräfte arrangieren

Nach dem Abschied von Norbert Haug, für viele so etwas wie der heimliche "Mr. DTM", herrschte Unklarheit über die neue Management-Struktur und den starken Mann im Tourenwagen-Projekt von Mercedes. Potenzielle Nachfolger gab es mit Motorsport-Chef Toto Wolff, Mediendirektor Wolfgang Schattling und HWA-Führungskraft Gerhard Ungar zu Genüge. Im Vorfeld der Saison hat sich das Trio auf eine Arbeitsteilung verständigt: "Die DTM ist sehr wichtig für Mercedes", unterstreicht Wolff.

Der Österreicher selbst wird aufgrund seiner Reisetätigkeit im Rahmen der Formel-1-Aktivitäten des Herstellers nicht bei jedem DTM-Lauf, aber bei so vielen wie möglich, anwesend sein. Einen Nachteil erkennt Wolff nicht: "Da meine Tätigkeit vor Ort nicht hochoperativ ist, wird das Team nicht schlechter funktionieren, weil ich nicht da bin." Am Kommandostand hätte er ohnehin nicht das Sagen: "An der Boxenmauer gibt es einen Chef, den Gerhard", so Wolff über seinen langjährigen Weggefährten Ungar.

Als Technischer Geschäftsführer und Vorstandsmitglied der HWA ist der 49-jährige Heidenheimer seit vielen Jahren ein Dreh- und Angelpunkt des DTM-Projekts, jetzt ist er auch ganz offiziell für sportliche sowie technische Belange zuständig. Dank seiner üppigen Erfahrung in Positionen als Teamleiter und Technikchef bei AMG verfügt Ungar über das technische Know-how. "Jetzt befindet er sich in einer Verantwortlichkeitsposition, die das auch widerspiegelt", kommentiert Wolff die Personalie.

Schattling, der laut Mercedes in Wolffs Abwesenheit als "Gesicht an der Rennstrecke" fungieren soll, ist künftig für alle Themen rund um das Marketing zuständig: "Das heißt Kommunikation, Administration, Logistik, Branding", führt Wolff aus. Und er selbst legt sich auf die faule Haut? Weit gefehlt. "Ich mache das, was übrig bleibt. Ich versuche, zu koordinieren", beschreibt der 41-Jährige seine Rolle. Wolff nimmt auch den Mercedes-Posten im Beirat des DTM-Dachverbandes ITR ein.

Wolff scheut es nicht, Tipps seines Vorgänger Haug in seine Tätigkeit einzubeziehen: "Norbert war fast 22 Jahre lang für das Thema verantwortlich. Da gibt es den einen oder anderen Rat, den ich mir holen werde oder schon geholt habe", sagt er. Bleibt noch eine Frage zu klären: Wem hält die 'ARD' das Mikrofon unter die Nase, wenn es auf der Strecke mal wieder Feindkontakt gab? "Wenn's gescheppert hat, spricht der Gerhard", meint ein amüsierter Wolff.

Fotoquelle: Daimler

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