Martin Tomczyk ist angriffslustig und hat keine Lust auf das Altenteil

DTM 2013

— 05.03.2013

Champion auf Entzug: Tomczyk denkt nicht an Ruhestand

Der BMW-Pilot will wieder ein Wörtchen um die DTM-Krone mitsprechen und hält ein Plädoyer für eine "immer spannende" Tourenwagen-Serie

Martin Tomczyk kam vor der Saison 2012 als Hoffnungsträger zum damaligen DTM-Neueinsteiger BMW. Amtierender Meister, ein Bayer bei den Bayern - die Führungsrolle im Fahrerkader der Münchener schien vergeben. Auch wenn der 31-Jährige starke Rennen wie das am Norisring zeigte, setzten die Highlights mit Bruno Spengler und Augusto Farfus andere Piloten. Dennoch bereut Tomczyk nichts: "Mit dem Wechsel zu BMW habe ich den richtigen Schritt gewählt", sagt er der 'Speedweek'.

Er fühle sich dort wohl und habe "wieder neu Blut geleckt", so Tomczyk über seine Rolle im Team RMG. Den Meistertitel an Spengler abgegeben zu haben, bereitet ihm Sehnsucht nach einer zweiten DTM-Krone. "Ich weiß, wie es ist, die Nummer 1 auf dem Auto zu haben", erinnert der Rosenheimer an das Gefühl, als Champion um die Kurven zu fetzen. Statt dem Trübsal haben Tomczyk Ehrgeiz und Erfolgshunger gepackt: "Es ist ein verdammt gutes Gefühl, und deswegen spornt es mich dementsprechend mehr an."

Seit seinem Debüt im Jahre 2011 bestritt Tomczyk 123 Rennen und zählt damit zu den erfahrensten Piloten im Feld. Trotz vieler Neuerungen hätten sich keine technischen Revolutionen abgespielt und der Charakter der Fahrzeuge sei gewahrt worden, so der BMW-Pilot: "Das DTM-Auto ist immer ein DTM-Auto geblieben." Der lange währenden Kritik an vermeintlicher Monotonie schließt sich Tomczyk nicht an: "Die Spannung war jedes Jahr genauso hoch wie der Nervenkitzel in einem DTM-Auto selbst."

2012 heiratete Tomczyk seine Lebensgefährtin Christina Surer, im Februar wurde er erstmals Vater. An den Rückzug ins Familienleben denkt er deshalb nicht, sondern will nach eigener Aussage Rennen fahren solange er erstens schnell sei und zweitens Spaß daran habe. "Diese zwei Faktoren sind ausschlaggebend, wenn ich mir irgendwann überlege, ob es nicht besser ist woanders hin zu wechseln oder aufzuhören." Für Tomczyk geht es gemeinsam mit den übrigen BMW-Piloten ins Trainingslager nach Italien, ehe Testfahrten in Barcelona und Hockenheim die Saisonvorbereitung beschließen.

Fotoquelle: BMW

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