Timo Glock wird mit seinen Ingenieuren noch so einiges auszutüfteln haben

DTM 2013

— 10.04.2013

Nachwuchspilotin fordert Glock im ersten DTM-Rennen

Wieso der neue BMW-Star zum Auftakt gegen die Tochter seines Teamchefs antritt und warum die DTM eine ganz andere Baustelle ist als die Formel 1

Der harte Tourenwagen-Sport der Vergangenheit ist die DTM nicht mehr, dennoch muss sich Timo Glock ab dem 5. Mai auf eine rustikalere Mentalität einstellen, als sie für ihn in der Formel 1 Routine war. "Der erste Kontakt mit den anderen in Kurve eins fällt vielleicht etwas härter aus, als ich es gewohnt bin", blickt der BMW-Neuzugang gegenüber 'Motorsport-Total.com' auf den Saisonstart in Hockenheim voraus, ohne dass ihm Angst und Bange würde: "Das ist neu für mich, aber Dinge, auf die ich mich freue."

Wenn er also schon in Sachen Zweikampfintensität nichts von seinem Wissen aus der Königsklasse mitnehmen kann, dann vielleicht etwas, was das technische Verständnis betrifft? Schließlich hat BMW sich mit Ex-Ferrari-Mann Chris Dyer und dem früheren HRT-Verantwortlichen Toni Cuquerella in genau diesem Bereich verstärkt. "Gar nichts, weil die Formel 1 mit der DTM einfach rein gar nichts zu tun hat", stellt der 31-Jährige trotz verstellbarem Heckflügel und Option-Reifen klar.

Glock meint, zunächst etwas über den neuen Arbeitsplatz lernen zu müssen: "Zu sagen, ich hätte etwas in der Formel 1 so gemacht und deshalb müssten wir es in der DTM so durchziehen, ist ein Ding der Unmöglichkeit." Konkret heißt das: Er ist genau wie Teamkollege Marco Wittmann ein Neuling und muss in der DTM bei Null anfangen. Doch eben genau diese Herausforderung suchte Glock nach seinem Abschied von Marussia, wo er in der Formel 1 dem Feld chancenlos hinterfuhr.

Er macht seine Erfahrungen am liebsten selbst, war sich aber als neuer Star der Serie nicht zu schade, bei den Kollegen Rat einzuholen: "So wirklich nachgefragt habe ich nicht. Die eine oder andere Frage hatte ich schonmal, das ging in die technische Richtung", berichtet er von Testfahrten in Valencia und Barcelona. Der Hesse zeigt sich wissbegierig: "Ich kann vom Fahrerischen und vom Gefühl her natürlich ein paar Dinge rüberbringen und bin bereit, als Rookie zu lernen. Ich habe offene Ohren für alles."

Seinen Teamchef Ernest Knoors hat das DTM-Fieber schon gepackt: "Es macht eine Riesenfreude und einen Riesenspaß, überhaupt hier zu sein", meint der Niederländer, der in der MTEK-Box das Sagen haben wird. "Wenn ich bedenke, dass ich vor sechs Monaten den Anruf bekommen habe, dass es losgeht, dann ist das ein Traum." Für Knoors gibt es am ersten DTM-Wochenende vielleicht doppelten Grund zur Freude: "Am 3. Mai ist die Geburt meiner Tochter geplant: Das wird ein ganz enges Rennen, wer die Nase vorne hat."

Fotoquelle: BMW

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