Christian Vietoris will den jungen Piloten im Mercedes-Kader Tipps geben

DTM 2013

— 02.04.2013

Vietoris: Kleinerer Mercedes-Kader wirkt sich nicht aus

Die Stuttgarter wollen mit sechs Autos die Kräfte bündeln und streben dabei eine enge Kooperation ihrer Teams an - Zeitplan schafft neues Druckmoment

Während BMW sein DTM-Programm von sechs auf acht Autos aufstockte, ging Mercedes im vergangenen Winter den umgekehrten Weg. Dass eine Marke mit einem Sextett erfolgreich sein kann, haben die Münchener mit den Titeln in der Fahrer-, Team- und Markenwertung 2012 mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Daran will Mercedes, das künftig ohne das Persson-Team auskommt, anknüpfen: "Qualität ist wichtiger als Quantität", erklärt Christian Vietoris das neue Credo der Stuttgarter.

Toto Wolff will als neuer Motorsport-Chef "den Gesamtauftritt umstrukturieren". Zuvor hatte Mercedes mit zwei Kundenteams gearbeitet, ab 2013 werden vier Autos bei direkt HWA betreut und zwei Fahrzeuge bei der Mücke-Mannschaft. Alle Autos nach Affalterbach zu holen, scheint keine Option gewesen zu sein: "Im Großen und Ganzen sprechen wir von sechs Autos, die ganz nahe an HWA dran sind", erklärt Wolff und will keinen Trennstrich zu Mücke ziehen: "Wir sind am Ende des Tages für alle verantwortlich."

Vietoris ist der Meinung, dass die Maßnahme nicht die einschneidende Wirkung hat, die sich mancher ausmalt: "Um ehrlich zu sein: Das wird keinen großen Einfluss haben. Wenn überhaupt, dann nur positiv", so der Gönnersdorfer, der sich in HWA-Diensten befindet und über Teambarrieren hinweg kooperieren will: "Wir versuchen, als Team zusammenzuarbeiten, die sechs Autos zu verbinden und so viel wie möglich herauszuziehen, gerade in der kurzen Zeit." Die Uhr wird auch am Rennwochenende ticken.

Schließlich bleibt wegen des neuen Zeitplans weniger Gelegenheit, am Setup zu tüfteln. Es gibt nur noch einen großen Trainingsblock am Samstagvormittag, auch das Warmup entfällt. Vietoris nennt es einen Vorteil, mit bekanntem Material aus dem Vorjahr auf die Strecke zu gehen, weiß aber auch: "Es wird für die Mechaniker eine noch größere Herausforderung." Er wittert einen Vorteil bei den erfahrenen Piloten, die die Abstimmungsroutine schon oft hinter sich gebracht haben. Vietoris selbst geht in sein drittes DTM-Jahr.

Er will den jüngeren Piloten helfen, wie es einst Jamie Green und Gary Paffett für ihn taten. "Ich versuche, das weiterzugeben, auch wenn ich noch nicht ein ganz so alter Hase bin", verspricht der 23-Jährige. "Dennoch kann ich mit Sicherheit ein oder zwei Dinge vermitteln." Vietoris rechnet damit, dass die Hersteller die Strategien spreizen und sich mit bestimmten Autos auf das Qualifying, mit anderen auf das Rennen konzentrieren könnten. Am Samstagmorgen müsse das Setup zu 90 Prozent stehen.

Fotoquelle: xpbimages.com

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