Andy Priaulx geht gut gelaunt und hoffnungsvoll in die neue DTM-Saison

DTM 2013

— 17.04.2013

Alter Hase, neue Pfade: Priaulx will wieder siegen

Von seinen Wechsel zum Reinhold-Team erwartet der Brite kleine Veränderungen mit großer Wirkung: "Will dahin, wo ich in der WTCC gewesen bin"

Für viele Experten war der damalige Rookie Andy Priaulx der Geheimtipp für die DTM-Saison 2012. Nach einem starken Start plagten den smarten Briten jedoch allerhand Probleme, ehe die Formkurve zum Saisonende hin wieder stieg. Im Winter wechselte er innerhalb des BMW-Programms vom Team RBM um Bart Mampaey zur RMG-Truppe von Stefan Reinhold - ein Platztausch mit Joey Hand. "Es tut mir gut, aber es ist auch gut für Joey", sagt Priaulx im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Auf sein eigenes Betreiben hin sei die Rochade aber nicht zustande gekommen, räumt der 39-Jährige ein: "In der DTM hat man immer einen Boss", weiß er über die hierarchische Struktur in der Tourenwagen-Serie, in der Hersteller den Ton angeben, zu berichten. Priaulx, der seit vielen Jahren in München unter Vertrag steht, akzeptiert das und erkennt darin einen Vorteil für die gesamte Mannschaft: "BMW hat den Überblick, sieht alle Teams und kann sich von der Meinung aller Fahrer ein Bild machen."

Eben dieser "Boss" ist Jens Marquardt. Er begründet die Entscheidung, Priaulx zu RMG zu stecken, so: "Wenn man Systeme hat, die sehr lange arbeiten - ohne jetzt sagen zu wollen, dass es nicht funktioniert - laufen sich Sachen ein, da sind Abläufe und Rhythmen da." Ist also etwas eingerostet? Die Veränderung soll der neue Schmierstoff sein, geht es nach dem BMW-Motorsportchef, der auf seinen Piloten nichts kommen lässt: "Über die Fähigkeiten von Andy Priaulx brauchen wir nicht zu diskutierten. Wir hatten alle das Gefühl, dass noch mehr drin ist."

Bisher scheint Marquardt ins Schwarze getroffen zu haben, denn der Mann von der Kanalinsel Guernsey zeigt sich rundum zufrieden am neuen Arbeitsplatz in der Eifel - nicht nur, weil die Zusammenarbeit mit Teamkollge Martin Tomczyk reibungslos läuft. "Ich bin glücklich damit und entspannt. Ich erwarte zwar nicht, dass sich etwas drastisch ändert, aber ganz sicher ist es ein frischer Start für mich", freut sich Priaulx und hat nichts zu meckern: "Das ganze Paket, das ich vorfinde, kommt mir wirklich gelegen."

Auch wenn er die vier Jahrzehnte fast vollgemacht hat, fehlt es Priaulx nicht am nötigen Biss für die DTM. "Ich habe meine Reise hinter mir, viel erreicht", meint der dreifache Tourenwagen-Weltmeister, der zuvor auch in vielen Formel-Championaten erfolgreich war und den nächsten Schritt gehen möchte: "Ich will jetzt in der DTM Rennen gewinnen und wieder dahin, wo ich in der WTCC schon war. Ich habe das Gefühl, dass kleine Änderungen große Wirkung haben können." Allen voran im Qualifying will er seine neuen Qualitäten demonstrieren.

Fotoquelle: Msp.lu

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