Viel diskutiert, noch selten getestet: Am Sonntag gibt es endlich DRS in der Praxis

DTM 2013

— 05.05.2013

Klappe, die erste: Feuertaufe für DRS

Am Sonntag wird sich zeigen, wie wirksam der umklappbare Heckflügel als neue Überholhilfe ist: DTM-Fahrer tappen noch im Dunkeln

Seit Wochen wird in der DTM über das Drag-Reduction-System (DRS) diskutiert. Das erste Renn-Wochenende des Jahres in Hockenheim soll Aufschluss darüber geben, ob der umklappbare Heckflügel tatsächlich wie gewünscht funktioniert. Doch bisher war vom Kippelement nicht viel zu sehen: Im Freien Training regnete es in Strömen, im Qualifying verbietet das Reglement den Einsatz - dafür wird zur schnelleren Kontrolle durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) eine mechanische Sperre eingebaut.

Trockene Bedingungen im Rennen werden dem aus der Formel 1 bekannten System im Rennen seine Feuertaufe verschaffen. Augusto Farfus ist sich nicht sicher, ob es sich um die versprochene Überholhilfe handelt: "Ich habe es nur einmal probiert, aber da war es nass", erinnert sich der Brasilianer im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' an den Samstagvormittag, kann sich aber insbesondere in Kombination mit den neuen, weicheren Option-Reifen eine wirksame Überholhilfe vorstellen.

Zumindest ist sich der BMW-Pilot sicher, dass die pneumatische Betätigung und damit das Absenken um 16 Grad funktionieren: "Sonst kann man nicht viel sagen", tappt Farfus im Dunkeln. Aber warum eigentlich 16 Grad und nicht wie im Reglement festgeschrieben 15 Grad? Die Hersteller haben ein Grad Toleranz vereinbart. "Das wird natürlich jeder ausnutzen", weiß Stefan Aicher, Technischer Leiter bei Audi. Gemeinsam mit den Kollegen der anderen Hersteller hat er sich bemüht, eine sichere und kostengünstige Lösung auszuwählen.

"Die gewählte ist mechanisch einfach gehalten. Dabei hätte es durchaus mehrere Möglichkeiten gegeben", lässt der Verantwortliche der Ingolstädter durchblicken. Darunter soll sich auch ein System ähnlich dem der Königsklasse befunden haben. Das komplett umklappende Element hat neben seinem Preis und seiner Sicherheit einen weiteren Vorteil: Der DRS-Einsatz ist für den Zuschauer klar erkennbar, allerdings auch für den Fahrer. "Der Hinterherfahrende meint, dass der Flügel ihm entgegenfliegt", erklärt Aicher.

Während das eigentliche Umklappen binnen drei bis vier Millisekunden erledigt ist, dauert es drei bis vier Zehntelsekunden, bis der Effet auch tatsächlich zum Tragen kommt und sich die Höchstgeschwindigkeit - in Hockenheim vor der Spitzkehre etwa um sechs bis acht km/h - erhöht. Timo Scheider, beim Saisonauftakt in Hockenheim auf der Pole-Position, will davon am liebsten gar nichts wissen. "DRS hat funktioniert", berichtet der Audi-Star, "aber ich hoffe eigentlich, dass ich nicht so oft drücken muss. Dann habe ich keinen vor mir."

Fotoquelle: Audi

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