Bei gelben Flaggen müssen die Pilot nun genau auf ihre Rundenzeit achten

DTM 2013

— 05.05.2013

Neue Strafen verdonnern zum Langsamfahren

Durchfahrtsstrafen sollen in Zukunft vermieden werden - Piloten müssen sekundengenau fahren

Passend zur neuen Saison wartet die DTM auch mit neuen Strafen auf: den Laptime-Penaltys! Diese sollen bei zwei Vergehen eingesetzt werden. Erstens beim Überfahren der Streckenbegrenzung mit allen vier Rädern und zweitens bei zu schnellem Fahren unter Gelb. Allerdings sorgen die Strafen derzeit noch für reichlich Gesprächsstoff im Fahrerlager.

Bisher galt in der DTM: wer zwei Mal die weiße Linie mit allen vier Rädern überfährt und sich dabei einen Vorteil verschafft, muss einmal durch die Boxengasse. Die neue Lösung ist etwas komplizierter. Fährt ein Pilot nun zum zweiten Mal über die Linie, muss er eine Sekunde langsamer fahren als in der Runde vor seinem Vergehen. Passiert es ihm nochmal, sind es zwei Sekunden und im Anschluss vier Sekunden. Kommt der Pilot dieser Strafe innerhalb von zwei Runden nicht ordnungsgemäß nach, wird er zu einer Durchfahrtsstrafe gebeten. Verlässt der Fahrer zum vierten Mal die Strecke muss er ebenfalls einmal durch die Box fahren.

In einer Gelbphase muss der Pilot in diesem Sektor eine halbe Sekunde langsamer unterwegs sein, als in einer Referenzrunde ohne Flaggen. Das gilt für die gesamte Zeit, in der die gelben Flaggen geschwenkt werden. Sollte ein Teilnehmer zu schnell sein, muss er in der in der folgenden Runde um fünf Sekunden verlangsamen. Bei einem erneuten Verstoß muss der Pilot eine Durchfahrtsstrafe antreten. Beide Laptime-Penaltys können die Piloten auch als Pit-Stop-Penalty absolvieren, in dem Fall bleiben die Piloten nach dem Reifenwechsel die verhängte Strafzeit vor ihrer Box stehen.

Bei den Beteiligten trifft diese Regelung auf geteilte Meinungen. So kann BMW-Motorsportchef Jens Marquardt den neuen Strafen durchaus etwas abgewinnen: "Wenn ein Pilot eine Durchfahrtsstrafe bekommt, dann ist sein Rennen gelaufen. So verliert er zwar ein paar Sekunden, hat aber weiterhin Chancen vorne mitzufahren."

Kritisch werden diese Strafen, wenn andere Piloten mit reingezogen werden. Muss ein Fahrer verlangsamen, so kann er dies in Streckenteilen machen, in denen nicht überholen werden kann. Die anderen würden in dem Fall die Strafe gleich mitabsitzen. So sieht es zum Beispiel auch Timo Scheider: "Ich hätte eine andere Variante gewählt. Wenn man jemanden bestrafen will, dann fährt er durch die Box, bekommt eine Stop-and-Go. Mit der Laptime-Penalty kann ich das ganze Feld aufhalten."

Auf jeden Fall wird es eine Herausforderung für die Piloten, die nun sekundengenau unterwegs sein müssen. "Es ist sicherlich nicht einfach, aber ich finde es ist eine gute Lösung", so der amtierende Meister Bruno Spengler. "Wir bekommen auf dem Display die Sektorzeiten angezeigt und können sehen, ob wir schneller oder langsamer sind. Von daher ist es umsetzbar. Einfach ist es nicht, aber auf jeden Fall machbar." Bei ihm werden vor allem Erinnerungen an das vergangene Jahr und das Finalrennen hier in Hockenheim wach: "Gary ist im letzten Rennen sehr oft rausgefahren. Er hat seinen Abstand dadurch sehr verringert. Ich glaube in diesem Jahr wird das anders, das finde ich gut."

Fotoquelle: xpb.cc

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