Christian Vietoris konnte zum Auftakt seine GP2-Erfahrung voll ausspielen

DTM 2013

— 11.05.2013

Vietoris: Alle für einen, einer für die Reifen

Der Gönnersdorfer glaubt, dass der Umgang mit dem neuen Option-Pneu 2013 der Schlüssel zum Erfolg ist - Teamplay als großer Vorteil des Mercedes-Sixpack

Neues Jahr, neues Glück: Für Christian Vietoris scheint dieses geflügelte Wort nach einer durchwachsenen Saison 2012 seine Bewandtnis zu besitzen. Mit Platz drei beim Saisonauftakt auf dem Hockenheimring startete der Mercedes-Pilot erfolgreich in sein insgesamt drittes DTM-Jahr. Dazu nicht unwesentlich beigetragen zu haben scheint der neue Option-Pneu: "Der Schlüsselpunkt war das Management der weichen Reifen", weiß Vietoris. "Darauf habe ich mich wirklich fokussiert."

Der HWA-Fahrer hat sich nach eigener Aussage schon bei den Testfahrten im Badischen gezielt darauf vorbereitet, mit dem neuen Hankook-Gummi möglichst feinfühlig umzugehen. "Um den Reifen während der Rennsituation einschätzen zu können", erklärt Vietoris. "In gewissen Kurven, die ich mir herausgesucht habe, habe ich versucht, unter dem Limit des Autos zu fahren, um sie zu schonen." Mit Erfolg: Auch als sich am Sonntag sein Stint auf den "Gelben" dem Ende zuneigte, war das C-Coupé schnell.

Nützlich war dabei die Karriere im Formelsport, die Vietoris vor und noch während seiner DTM-Zeit absolvierte. "Die Erfahrung, die ich aus der GP2 mit weichen Reifen habe, hat mir geholfen", erinnert er sich an seine Fahrpraxis im Unterbau der Formel 1. "Dass ich weiß, wie ich Reifen managen muss, um möglichst schnell, aber auch schonend unterwegs zu sein", geht Vietoris ins Detail, erinnert jedoch daran, dass dezidierte Schlachtpläne wie der für Hockenheim nicht immer möglich sind.

Schließlich wurde auf acht der neun weiteren Kurse im Kalender noch nicht getestet. Fahrpraxis wird es an den Wochenenden selbst wegen des deutlich verkürzten Zeitplans nicht mehr so viel geben wie noch in früheren Jahren. Verlassen will er sich dafür auf die Kooperationsbereitschaft seiner Teamkollegen - auch auf die des vermeintlichen Stuttgarter Chefpiloten. "Gary (Paffett, Anm. d. Red.) hat mich da auch durchgelassen, ohne mich groß zu behindern", erinnert der 24-jährige Vietoris.

Das Duell mit dem amtierenden Vizemeister um den verbliebenen Podestplatz gegen Rennende war eigentlich keines. "Ich denke, das ist die Stärke, die wir dieses Jahr haben: dass wir uns nicht gegenseitig behindern, sondern füreinander fahren", argumentiert Vietoris. Bei Audi sah das zum Auftakt noch ganz anders aus: Bei den Ingolstädtern waren Mike Rockenfeller und Edoardo Mortara nicht gut auf Mattias Ekström zu sprechen, der den einen viel Zeit gekostet und den anderen in eine Pirouette geschickt hatte.

Fotoquelle: xpb.cc

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