Noch mit vier Rädern: So konventionell war das Postauto nicht immer unterwegs

DTM 2013

— 09.05.2013

Der DTM-Glock: Blaue Flecken und Dauerstress

Bei seiner Rennpremiere im Tourenwagen erlebte der 31-Jährige ordentlich Lackaustausch und ein kompliziertes Startprozedere - Nachsicht mit der Boxencrew

In der Saison 2013 sind vier DTM-Neulinge am Start, aber kein Debüt wurde mit so viel Spannung erwartet wie das des Timo Glock. Was der Ex-Formel-1-Pilot zu leisten imstande gewesen wäre, blieb am Sonntag in Hockenheim wegen eines Malheurs seiner MTEK-Mannschaft, die ein Hinterrad beim Boxenstopp nicht festzog, eine offene Frage. Dennoch genoss der BMW-Star seine kurze Rennpremiere im M3, die ihn zwischenzeitlich bis auf Rang zwei führte: "Es hat Spaß gemacht", sagt Glock.

Dabei hatte sich der Hesse an einiges zu gewöhnen. Das fing bereits mit dem Start an, den Glock erstaunlich gut hinbekam - hier hatte allen voran der aus der Königsklasse in die DTM gewechselte David Coulthard jahrelang seine liebe Mühe. "Ich war überrascht, denn ich dachte, es geht viel mehr nach hinten", meint ein gewarnter Glock und erläutert: "In der DTM ist es viel schwieriger, zu starten, weil du alles kontrollieren musst. Hier passiert alles über den Fuß, damit ist es kniffliger als in der Formel 1."

Obwohl DTM-Fahrzeuge mit ihrem Karbonkleid deutlich filigraner und empfindlicher sind als Tourenwagen der alten Schule, gibt es keine Berührungsängste, wie der Rookie erfuhr: "Es war eine erste Runde mit leichtem Feindkontakt, ich habe immer mal wieder einen Schlag hintendrauf bekommen. Aber die Autos sind stabil genug", erklärt Glock, der mit seiner Jungfernfahrt insgesamt zufrieden ist und dem Pechvogel am Schlagschrauber keinen Vorwurf macht. Den Mechaniker hat er mit Kritik ausdrücklich verschont.

Wieder ein gefragter Mann

Offensichtlich grämte sich der MTEK-Unglücksrabe bereits zu Genüge: "Der kam schon geduckt um die Ecke gelaufen, aber ich habe genauso einen Fehler gemacht", nimmt ihn Glock in Schutz und weist darauf hin, dass das Auftaktwochenende für die neu formierte Mannschaft sofort ein Härtetest war. Schließlich blieb der Wagen von Teamkollege Wittmann am Samstag gleich zweimal mit einem Elektronik-Defekt liegen. "Die Jungs waren mit einer Nachtschicht hart gebeutelt, weil sie den Fehler an Marcos Autos finden mussten."

Seinen Erfahrungsvorsprung im Umgang mit dem DRS, das er im Gegensatz zu allen anderen Piloten bereits aus der Formel 1 kennt, nutzte Glock gut aus. Überhaupt hat er Gefallen an der Art und Weise gefunden, wie die DTM den umklappbaren Heckflügel in den Rennbetrieb gebracht hat: "Es war nicht zu einfach, zu überholen. Bei Augusto (Rennsieger Farfus, Anm. d. Red.) habe ich mich schwerer getan, ein anderer hat ausgangs der Kurve einen Fehler gemacht und ich war vorbei", berichtet der 31-Jährige.

Dass er in der DTM nach drei Jahren im Hinterfeld der Formel 1 wieder ein echter Star ist, bringt nehmen vielen Annehmlichkeiten auch eine Menge Verpflichtungen mit sich: "An was ich mich gewöhnen musste, war der Marathon von Freitag bis Sonntagmittag: So viele Termine habe ich schon lange nicht mehr gehabt", schildert Glock, der in Brands Hatch wieder angreifen will und sich von der Kurzvariante der Traditionsstrecke "überraschen" lassen will: "Ich habe es mir im Fernsehen angesehen: Das ist wirklich Mickey Mouse."

Fotoquelle: xpb.cc

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