Audi-DTM-Leiter Dieter Gass freut sich über den ersten Sieg 2013

DTM 2013

— 20.05.2013

Gass: "Der Start war der Schlüssel"

Audi-DTM-Leiter Dieter Gass im Interview: Der Erfolg in Brands Hatch, die Auswirkungen der neuen Regeln und die Aussichten für Spielberg

Mike Rockenfeller hat der gesamten Audi-Mannschaft mit seinem Sieg in Brands Hatch eine Last von den Schultern genommen. Die Ingolstädter haben nach einem enttäuschenden Jahr 2012 enormen Aufwand betrieben, um den RS5 siegfähig zu machen. Rockenfeller stellte mit seiner dominanten Vorstellung in Großbritannien klar: Audi ist wieder da. Der neue DTM-Rennleiter Dieter Gass analysiert das vergangene Rennwochenende und blickt voraus auf Spielberg.

Frage: "Dieter, der erste Sieg in diesem Jahr und für Sie in der Verantwortung als Leiter DTM bei Audi. Wie ist die Stimmung?"
Gass: "Die Freude an so einem Wochenende ist natürlich enorm. Besonders 'Rocky' war an beiden Tagen voll dabei und immer ganz vorn. Sein Sieg war das Sahnehäubchen eines ganz starken Auftritts."

Frage: "Was war im Rennen von Brands Hatch der Schlüssel zum Erfolg?"
Gass: "Auf dem kurzen und engen Kurs war der Start extrem wichtig. 'Rocky' ist perfekt weggekommen und dann ist es ihm gelungen, mit den Optionsreifen einen kleinen Vorsprung herauszufahren. Das hat ihn in eine komfortable Position gebracht. Die Strategie hat gepasst, die beiden Boxenstopps ebenso - und der Tag war perfekt."

Frage: "Nach den ersten beiden Rennen: Wie zufrieden sind Sie mit den Neuerungen im Reglement der DTM?"
Gass: "Ich bin der Meinung, wir haben sowohl in Hockenheim als auch in Brands Hatch zwei spannende Rennen gesehen. Speziell in England war das in den vergangenen Jahren aufgrund der schwierigen Überholmöglichkeiten nicht immer so. Das zeigt, dass sich die neuen Ideen auszahlen und wir auf dem richtigen Weg sind. Natürlich ist es möglich, hier und da noch an Feinheiten zu arbeiten. Ich würde aber vorschlagen, die neuen Abläufe und Optionen erst einmal ein paar Rennen auf uns wirken zu lassen."

Frage: "In zwei Wochen geht es zum Red-Bull-Ring, auf dem Audi zweimal hintereinander siegte. Was sind die Erwartungen?"
Gass: "Wir haben sehr gute Erinnerungen an Spielberg - besonders natürlich Edoardo Mortara, der gern an seinen Vorjahressieg anknüpfen würde. Das Anforderungsprofil in Österreich ist allerdings ein komplett anderes als zuletzt in England: Brands Hatch ist eine Abtriebs-Strecke, in Spielberg ist aerodynamische Effizienz gefragt. Ich bin guter Dinge, dass wir wieder wettbewerbsfähig sein werden."

Fotoquelle: Audi

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