Durfte nicht so, wie er gekommt hätte: Robert Wickens in Brands Hatch

DTM 2013

— 20.05.2013

Strategie: Reuter kritisiert Mercedes

Die Mercedes-Herangehensweise im Qualifying und Training sowie die Stallorder im Rennen: Manuel Reuter sieht die Stuttgarter auf dem Holzweg

Mercedes hat sich am Sonntag in Brands Hatch stark präsentiert. Nach einem enttäuschenden Qualifying am Samstag drehten vor allem Gary Paffett, Robert Wickens und Pascal Wehrlein am Renntag richtig auf. Doch nicht jeder der "Sternfahrer" durfte so, wie er eigentlich gekonnt hätte. Wickens musste sich im letzten Stint hinter Speerspitze Paffett einreihen. Diese Reihenfolge wurde erst aufgrund einer Bestrafung des Briten (zu schnell unter Gelb) verändert. Viele Fans sahen diese Entwicklung mit Genugtuung, weil die Teamorder von Mercedes nicht allzu gut angekommen war.

"In der Schlussphase war Robert der einzige Fahrer auf weichen Reifen, und er war dann auch relativ schnell dran an Paffett. Er erhielt eine klare Order, dass er seine Reifen schonen und nicht zu viel Druck auf Gary machen soll. Das war eine klare Ansage, dass er hinter seinem Chef, hinter Gary, bleiben soll", schildert 'ARD'-Experte Manuel Reuter. "Mercedes und das Thema Stallorder ist glaube ich nicht so glücklich - Toto Wolff ist schon aus der Formel 1 ein gebranntes Kind."

In der Königsklasse hatte eine solche Order beim Rennen in Malaysia für Wirbel gesorgt. Nico Rosberg war dort der Wickens, der hinter Lewis Hamilton cruisen musste. "Ich glaube, für die Psychologie der jungen Leute - und Mercedes hat viele junge Fahrer - ist das nicht gut", kritisiert Reuter die Teamorder bei den Stuttgartern. "Wenn die auf dem Move sind, muss man sie auch fahren lassen, selbst wenn dann halt mal ein Topmann einen Platz weiter hinten landet." Aus Sicht des früheren DTM-Piloten sollten die "jungen Wilden" wenigstens die Aussicht auf einen Sieg bekommen.

Schon im Training hatte Reuter die Mercedes-Herangehensweise nicht für gut befunden. Dort hatten die Jungen einige Arbeit für die Alten erledigen müssen, meint der frühere Opel-Mann. "Wenn man die Junioren einen Longrun mit 50 Runden fahren lässt, dann sind zwei Drittel des Trainings schon fast vorbei. Da hätte man meiner Meinung nach zweimal einen Quali-Run testen lassen können, denn dann gehst du ganz anders in ein Qualifying rein, weil du weißt, was dich erwartet", sagt Reuter.

"Gerade auf einem Kurs wie Brands Hatch kann ein Zehntel entscheidend sein, ob du in das nächste Qualifying-Segment kommst, und da wäre das wichtig gewesen. Auch ein Paffett mit seiner Erfahrung steht dann halt irgendwann an", meint er. "Sie hatten die Rennpace. Jetzt muss man auch bei Mercedes dieses Mittel finden, in der Quali einigermaßen vorne zu stehen, um es dann im Rennen umsetzen zu können. Ich glaube, da hat man viel gelernt. Man darf nicht vergessen: Paffett ist die schnellste Rennrunde gefahren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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