Gary Paffett überquerte die Linie als Dritter, wurde aber nur Sechster

DTM 2013

— 19.05.2013

HWA und das "Wunder über Nacht"

Robert Wickens auf dem Podest, Gary Paffett und Christian Vietoris in den Punkten: Bei HWA-Mercedes ging in Brands Hatch doch noch etwas

Nach dem enttäuschenden Samstag in Brands Hatch drehte Mercedes am Renntag richtig auf. Gary Paffett und Robert Wickens überquerten die Ziellinie auf den Rängen drei und vier. Der Brite wurde allerdings nachträglich mit einer Fünf-Sekunden-Strafe belegt, er fiel auf Rang sechs zurück. Für Wickens bedeutete dies: erster Podestplatz in der DTM. Christian Vietoris holte als Achter weitere Punkte, Roberto Merhi stand im Zentrum einiger Zwischenfälle und ging leer aus.

"Über Nacht hat sich fast ein kleines Wunder ereignet: Der Sonntag war für uns viel besser als der Samstag", freut sich Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. "Das würde ich nächste Woche auch gerne bei der Formel 1 behaupten können, denn dort war es zuletzt ja leider umgekehrt. Das Rennergebnis ist gut für die DTM - alle drei Hersteller standen auf dem Podium. Mike Rockenfeller und Audi haben den Sieg verdient und auch BMW war an diesem Wochenende sehr stark."

"Nach dem schwierigen Qualifying am Samstag bin ich mit vier unserer Autos in den Top-10 zufrieden. Gary ist ein starkes Rennen von Startplatz elf gefahren und unsere Junioren haben erneut ihr Talent gezeigt, allen voran Robert Wickens, der mit einer fantastischen Leistung sein erstes DTM-Podium eingefahren hat", sagt Wolff. "Aber auch Pascal Wehrlein, der seinen ersten Punkt holte, und Christian Vietoris sind ein sehr gutes Rennen gefahren. Auf dieser Strecke gehört das Glück des Tüchtigen dazu und der Renngott war heute auf unserer Seite - manchmal muss man auf einer solchen Strecke eben die nötige Portion Glück haben."

"Mein erstes Podium in der DTM und das von Startplatz 13 in Brands Hatch, wo Überholmanöver nicht einfach sind - damit hätte ich vor dem Rennen niemals gerechnet! Mein Ziel war es, in die Punkte zu fahren. Ich wusste, dass ich dafür einen guten Start brauchte und an den Fahrern mit Basis-Reifen vor mir vorbeikommen musste - das ist mir sehr gut gelungen", sagt Wickens. "Meine Rennpace hat mich positiv überrascht und ich konnte Fahrer mit Option-Reifen auf den Basis-Reifen einholen."

Paffett versteht die Strafe nicht

"Der mittlere Stint verlief perfekt für mich. Ich hatte zwei sehr gute Boxenstopps und konnte das Rennen bis zum Ende kontrollieren", erklärt der Kanadier. "Dann war ich mitten in einem Interview, als es hieß, ich müsste schnell aufs Podium. Deshalb musste ich nach einem anstrengenden 98-Runden-Rennen die gesamte Boxengasse zum Podium hinuntersprinten! Aber es hat sich gelohnt: Es war ein super Gefühl, zum ersten Mal in der DTM Champagner zu kosten."

"Die Strafe ist für mich unverständlich", meint Paffett. "Ich bin in der Gelbphase vom Gas gegangen, aber wie soll ich in zehn Sekunden eine halbe Sekunde verlieren? Gerade in einer eng umkämpften Meisterschaft wie der DTM kommt es auf jeden Punkt an. Ich hoffe, dass uns die Punkte, die wir heute durch die Strafe verloren haben, in der Endabrechnung nicht fehlen. Unsere Rennpace und Strategie waren sehr gut und reichten, um hier aus eigener Kraft auf das Podium zu fahren. Daran wollen wir beim nächsten Rennen in Spielberg anknüpfen."

"Der achte Platz ist nicht das Ergebnis, das ich mir erhofft hatte. Nach meinem Podestplatz in Hockenheim hatte ich für das Rennwochenende in Brands Hatch mehr erwartet. Mein Auto war heute richtig gut und ohne den Fehler im Qualifying wäre mehr möglich gewesen. Unglücklicherweise zählt Brands Hatch nicht zu überholfreundlichen Strecken, aber unter dem Strich habe ich aus der Situation das Beste herausgeholt und noch einige Punkte mitgenommen."

"Das war ein turbulentes Rennen, das leider nach meiner Durchfahrtsstrafe gelaufen war", sagt Merhi, der die BMW-Piloten Timo Glock und Martin Tomczyk ins Gras befördert hatte. "Mehr als der 16. Platz war so für mich trotz des guten Speeds nicht drin. Alles in allem war es ein enttäuschendes Wochenende für mich, das ich so schnell wie möglich abhaken möchte. In zwei Wochen geht es nach Spielberg, wo ich wieder voll angreifen werde."

Fotoquelle: Daimler

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