Mike Rockenfeller hat heute mit Platz zwei die Gesamtführung übernommen

DTM 2013

— 16.06.2013

Rockenfeller bleibt trotz Gesamtführung gelassen

Zufrieden mit Platz zwei, neuer Gesamtführender, aber Mike Rockenfeller bleibt trotzdem gelassen - Audi lädt Toto Wolff zum nächsten Rennen ein

Mit dem zweiten Platz auf dem Lausitzring übernahm Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi) die Gesamtführung in der DTM, punktgleich mit Bruno Spengler (Schnitzer-BMW) und zwölf Zähler vor dem heutigen Sieger Gary Paffett (HWA-Mercedes). Rockenfeller kam 6,8 Sekunden hinter Paffett ins Ziel, nachdem er diesem speziell gegen Rennmitte einen harten Kampf geliefert hatte.

Die Gesamtführung führt bei ihm übrigens "nicht wirklich" zu Gefühlsausbrüchen: "Ich habe die Meisterschaft vor Spielberg auch schon angeführt, habe die Führung dort aber wieder verloren. Das bedeutet mir nicht viel. Es ist schön, die Punkte zu haben und da vorne zu stehen, aber es ist noch eine lange Meisterschaft", winkt der Deutsche ab. Audi-Rennleiter Dieter Gass hat indes schon ein Geheimrezept gegen Mercedes parat: "Wir werden Toto als Gast bei uns einladen." Hintergrund: Kaum bleibt Sportchef Toto Wolff dem Rennplatz fern, schon feiert Paffett den ersten Saisonsieg...

"Mercedes war das ganze Wochenende über sehr stark", gibt Gass zu Protokoll. "Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Es war das Hauptziel, Mike auf das Podium zu bringen. Über die Taktik hatten wir lange diskutiert. Seine Rennpace war sehr gut. Wir wollten mit dem Option-Reifen noch länger fahren, ehe die Vibrationen kamen. Wir müssen unter dem Strich sehen, dass wir das Qualifying verbessern. Dann stehen wir auch im Rennen besser da."

Beim ersten Boxenstopp von Paffett hätte Rockenfeller beinahe die Führung übernommen, nach dem zweiten war die Luft dann aber draußen. "Wir müssen glücklich sein", findet der Zweitplatzierte des vierten Saisonrennens. "Dank des Teams hatten wir eine gute Strategie und das Auto lief gut, besonders auf Option-Reifen. Mit Standard-Reifen war Gary ein bisschen schneller. Gratulation, er hat einen wirklich guten Job gemacht."

"Ein paar Runden vor seinem Boxenstopp fingen bei mir Vibrationen an. Ich war mir nicht sicher, woher die kamen, und verlor etwas Zeit", sagt Rockenfeller, der dieses Problem als letztendlich rennentscheidend einstuft: "Sehr schade, denn nach seinem Boxenstopp hätte ich noch draußen bleiben wollen, aber um auf Nummer sicher zu gehen, wechselten wir die Reifen. Mit dem letzten Satz bin ich es nur noch nach Hause gefahren und habe die Punkte mitgenommen."

"Wir müssen checken, ob mit dem Auto alles in Ordnung ist, aber generell war es ein sehr gutes Rennen. Alles lief gut", ärgert er sich nicht weiter. "Ich war eine Zeit lang hinter Robert Wickens. Wir kämpften und haben da sicher ein bisschen Zeit verloren, aber das ist normal. Ein paar Mal konnte ich ihn nicht überholen, aber dann kam ich vorbei - und das war ein Schlüssel dazu, heute Zweiter zu werden. Es war eine starke Performance des Autos."

Ob die Strategie, die weichen Reifen am Ende zu fahren, immer aufgehen wird, möchte man bei Audi noch nicht bewerten: "Wir sollten das differenziert sehen. Es gibt Argumente für oder gegen bestimmte Reifen - diesmal haben wir uns richtig entschieden", findet Gass. "Von hinten ist es eine andere Situation, da kann man dann richtig pokern. Die Variante Standard-Standard-Option ist nicht meine bevorzugte. Aber bei Mattias hat es funktioniert, um nach vorne zu kommen."

Fotoquelle: Audi

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