Bruno Spenglers BMW lag selten so ruhig auf der Strecke wie hier

DTM 2013

— 15.06.2013

Bodenwellen schuld? BMWs Überflieger melden "Mayday"

Trotz einer drastischen Verbesserung der Abstimmung nach dem Freien Training holte BMW laut Bruno Spengler "das Maximum" heraus

Nach einem nahezu perfekten Wochenende in Spielberg folgte am Samstag auf dem Lausitzring die große BMW-Ernüchterung. Bruno Spengler startet nach dem Qualifying als bester Pilot der Münchener von Rang fünf ins Rennen und ist damit mutterseelenalleine in den Top 10. Augusto Farfus muss fünf Positionen in der Startaufstellung zurück, weil er im Freien Training einen nicht für sein Auto bestimmten Reifensatz verwendet hatte - unter dem Strich Rang 15 für den Brasilianer.

Die BMW-Piloten hatten den gesamten Samstag über Schwierigkeiten, sich auf Fahrzeug und Strecke einzustellen. "Es gab schon im Freien Training Probleme, das Auto abzustimmen. Im Qualifying war es besser, aber immer noch nicht wirklich gut", räumt Spengler ein. "Ich habe alles herausgeholt, mehr war nicht drin." Motorsport-Chef Jens Marquardt muss dieser bitteren Erkenntnis zustimmen: "Unsere Anpassungen haben nur teilweise funktioniert, obwohl es drastische Modifikationen waren", pustet er durch.

Radikale Einschnitte am Setup machen es den Piloten nicht einfacher, im Qualifying eine perfekte Leistung zu zeigen. Ein Faktor scheinen die Bodenwellen des Eurospeedway zu sein. "Wir waren schon beim Rollout überrascht, wie deutlich unebener die Strecke im Vergleich zum Vorjahr ist. Wir konnten einfach nicht so attackieren, wie es nötig ist", erklärt Marquardt weiter. Warum sich im Vergleich zu 2012, als die M3 noch das Maß der Dinge in der Lausitz waren, die Bedingungen so massiv verändert haben, bleibt ein Rätsel.

Da blickt auch Farfus nicht durch, wie er im 'Ersten' trotz einer Demonstration des Kampfgeistes erklärt: "Ich bin positiv und glaube, dass wir schneller sein werden als heute", verspricht der RBM-Pilot, wenn er mit einem rennlastigen Setup des eigenen Autos kokettiert. Der Fauxpas des Vormittag ist umso ärgerlicher, weil Farfus die falschen Pneus weder absichtlich aus dem Regal holen ließ noch davon in irgendeiner Weise profitierte: "Es war ein Missverständnis mit dem Team und kein Vorteil für mich."

Für BMW scheint am Sonntag Schadensbegrenzung ganz oben auf der Liste zu stehen: Spengler wird nach eigener Aussage versuchen, "so viele Punkte wie möglich" mitzunehmen. "Wir sollten das Rennen abwarten, von Platz fünf ist alles möglich", streicht der Kanadier positive Aspekte hervor. "Am Vormittag sind wir keine Longruns gefahren - also mal sehen, wie das Rennen läuft." Mit dem Option-Reifen und DRS gibt es Chancen, weiter nach vorne zu kommen. Insbesondere der umklappbare Heckflügel soll auf dem Eurospeedway mit seiner langen Geraden effektiv sein.

Fotoquelle: xpbimages.com

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