Christian Vietoris will der Konkurrenz auch am Sonntag das Heck zeigen - und siegen

DTM 2013

— 15.06.2013

Mercedes-Stimmen zum Qualifying: "Vorn bleiben"

Erste Pole-Position für Christian Vietoris in der DTM: Kann Mercedes am Lausitzring daran anknüpfen und am Sonntag den ersten Saisonsieg einfahren?

Mercedes-Junior Christian Vietoris startet beim vierten Saisonlauf der DTM auf dem Lausitzring von der Pole-Position. Vietoris erzielte in 1:17.715 Minuten die schnellste Zeit des vierten Qualifying-Abschnitts. Es ist seine erste Pole-Position in seinem 26. DTM-Rennen und die erste für einen Mercedes-Junior seit der Wiedereinführung des Juniorteams im vergangenen Jahr. Insgesamt stehen am Sonntag drei Mercedes-Fahrer in den ersten beiden Startreihen und fünf in den Top 10 der Startaufstellung.

Neben Vietoris geht sein Teamkollege Gary Paffett in das vierte Rennen der Saison. Der Brite fuhr die zweitschnellste Zeit im Q1 und jeweils die Bestzeit im Q2 und Q3. Mit einer Zeit von 1:17.463 Minuten gelang Paffett im dritten Qualifying-Abschnitt die schnellste Rundenzeit des gesamten Qualifyings. Mit dem Kanadier Robert Wickens erreichte ein dritter Mercedes-Fahrer den vierten Qualifying-Abschnitt. Er startet das Rennen am Sonntag von Position vier.

Der Spanier Roberto Merhi beginnt das Rennen auf dem Lausitzring von Startposition neun. Pascal Wehrlein startet beim vierten DTM-Saisonlauf in der Lausitz erneut in den Farben des VfB Stuttgart. Der Mercedes-Junior erzielte in 1:18.225 Minuten die elftbeste Zeit im Q2 und verpasste das Weiterkommen in den dritten Qualifying-Abschnitt um sechs Tausendstel. Aufgrund einer Strafe für BMW-Fahrer Augusto Farfus nimmt er das Rennen von Startplatz zehn auf. Wehrleins Teamkollege Daniel Juncadella belegte mit einer Zeit von 1:18.502 Minuten den 15. Platz. Auch er gewinnt durch die Zurückversetzung von Farfus eine Position in der Startaufstellung.

Christian Vietoris (HWA-Mercedes, Platz eins)
"Wir hatten einen schwierigen Saisonstart und wurden zuletzt viel kritisiert. Heute haben wir mit einem starken Mannschaftsergebnis im Qualifying die richtige Antwort gegeben. Persönlich habe ich versucht, in Q4 noch eine Schippe draufzulegen. Das ist mir gelungen. Wenn man die letzten Rennen betrachtet, waren wir am Sonntag stets stärker als am Samstag. Unser Ziel war es, hier weiter vorn zu starten. Wir sind allerdings mit unserem normalen Setup gefahren. Ich erwarte also, dass wir auch morgen stark sein werden. Man weiß natürlich nie, wie sich das Rennen entwickeln wird, gerade mit den neuen Option-Reifen, aber ich hoffe, dass wir vorn bleiben und ich meinen ersten Sieg in der DTM einfahren kann. Das wird nicht einfach, aber natürlich will jeder, der vorn startet, auch vorn bleiben."

Gary Paffett (HWA-Mercedes, Platz zwei)
"Mein Mercedes war heute überragend, es hat alles gepasst. Die Pole-Position wäre definitiv drin gewesen, doch in Kurve vier habe ich leider einen Fehler gemacht. Das tut mir leid für meine Jungs, die an diesem Wochenende super Arbeit geleistet haben. Anders als das Ergebnis vielleicht vermuten lässt, haben wir uns bei der Abstimmung des Autos nicht speziell auf das Qualifying konzentriert. Unsere Vorbereitung sieht immer gleich aus: Wir versuchen stets, unser Bestes zu geben. Mein Auto war bereits beim letzten Rennen in Spielberg besser und ich hätte ohne die Probleme aus den Top 5 starten können. Manchmal dauert es eben etwas länger, aber wir sind auf dem richtigen Weg."

Robert Wickens (HWA-Mercedes, Platz vier)
"Das Qualifying verlief für unsere Mannschaft vielversprechend. Aus meiner Sicht habe ich auf meiner Runde etwas zu hart gepusht und bin im zweiten Sektor zu weit rausgekommen. Man kann sich in der DTM keinen Fehler erlauben und dann erwarten, dass man vorne steht. Immerhin bin ich noch Vierter und das Podest ist nicht weit entfernt. Hinzu kommt, dass mit Christian und Gary zwei meiner Teamkollegen vor mir stehen, die fair kämpfen - im Rennen sollten also einige Punkte möglich sein."

Roberto Merhi (HWA-Mercedes, Platz neun)
"Unser Auto funktionierte hier viel besser als zuletzt in den Qualifyings in Brands Hatch und Spielberg. Ich bin mit der Performance sehr zufrieden. Leider machte ich in Q3 einen Fehler auf meiner Runde. Das kostete mich das Weiterkommen in den vierten Qualifying-Abschnitt. In Q1 und Q2 war meine Pace richtig gut und ich bin mit dem Fahrverhalten meines Mercedes sehr zufrieden. Es fühlte sich einfach fantastisch an. Jetzt hoffe ich auch am Sonntag auf eine starke Pace."

Pascal Wehrlein (Mücke-Mercedes, Platz zehn)
"Es ist natürlich ärgerlich, den Sprung in den dritten Qualifying-Abschnitt als Elfter so knapp verpasst zu haben. Man hat allerdings gesehen, dass wir uns als Team in der Qualifikation deutlich steigern konnten. Ich kenne den Lausitzring aus anderen Rennserien, musste mich aber mit dem DTM-Auto erst daran gewöhnen. Denn damit ist alles anders als mit einem Formel-Fahrzeug. Jetzt gilt es, das Potential auch morgen umzusetzen und im Rennen möglichst viele Plätze gutzumachen."

Daniel Juncadella (Mücke-Mercedes, Platz 14)
"Ich hatte mir heute mehr erhofft als Startplatz 14, aber Motorsport ist kein Wunschkonzert. In dieser Meisterschaft geht es sehr eng zu, der kleinste Fehler beziehungsweise der kleinste Zwischenfall wird hart bestraft. Auf meiner schnellen Runde fuhr Timo Glock aus der Box und kam vor der ersten Kurve direkt vor mir auf die Strecke. Das war natürlich nicht optimal für mich. Im Rennen ist aber noch alles möglich. Die Balance meines Mercedes ist gut und wir haben bei den vergangenen Läufen gesehen, dass Fahrer von Startplatz 14 oder 15 noch auf das Podium fahren konnten."

Wolfgang Schattling (Leiter DTM-Management)
"Drei Fahrer in den ersten beiden Startreihen und mit Christian Vietoris die erste Pole-Position für einen unserer Mercedes-Junioren - heute hat alles gepasst und ich bin sehr froh, dass uns ein so gutes Mannschaftsergebnis gelungen ist. Hinter Gerhard Ungar und unserer Mannschaft liegen zwei sehr intensive Wochen voller harter Arbeit. Dabei müssen wir zwei Faktoren besonders beachten: Hier auf dem Lausitzring haben wir sehr viel getestet. Diese Daten haben uns natürlich geholfen."

"Hinzu kommt, dass der Lausitzring traditionell ein gutes Pflaster für Mercedes-Benz ist und wir hier in der Vergangenheit schon viele Siege erzielt haben. Die Basis hat bereits gestimmt, wenn man dann den entscheidenden Tick bei der Abstimmung findet, sind solche Topergebnisse wie heute möglich. Das DTM-Wettbewerbsniveau ist enorm hoch. Heute hat es für uns gereicht, dennoch müssen wir mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben. So viel steht allerdings schon fest: Morgen erwartet uns ein spannendes Rennen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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