Die Strategie spielt in der DTM eine wichtigere Rolle als in der Vergangenheit

DTM 2013

— 22.06.2013

Strategien: Fahrer tappen im Dunkeln

Die Reifenwahl sorgt in dieser Saison bei Fahrern und Teams für Kopfzerbrechen: Gary Paffett und Mike Rockenfeller erklären, warum es so schwierig ist

Die Strategie hat sich auch in der DTM zu einem Element entwickelt, dass über Sieg oder Niederlage entscheidet. Das macht es für die Fahrer und deren Teams nicht einfacher. Analysen und Prognosen bestimmen den Alltag an den Rennstrecken. Ist das noch im Sinne einer Tourenwagen-Serie? Mercedes-Pilot Gary Paffett und Audi-Pilot Mike Rockenfeller nehmen sich dem Thema an.

"Alle versuchen immer noch, mit den Strategien zurechtzukommen und für den Start den richtigen Reifen zu wählen, Option oder Standard", bemerkt Paffett. "Nach jedem Rennen denkt man sich: 'Das muss die beste Strategie sein, denn dieser Kerl ist damit ein unglaubliches Rennen gefahren.' Aber beim nächsten Rennen passiert etwas anderes und beim Rennen danach wieder etwas anderes.2

"Man versucht bei jedem Rennen, seine Strategie feinzutunen. Wenn du in der ersten Reihe stehst, ist es halt schwierig, nicht den schnellsten Reifen aufzuziehen und zu versuchen, sich vom Feld abzusetzen. Außerdem hast du als Führender ja kein DRS, was bedeutet, dass du drei Zehntel pro Runde verlierst", gibt der Brite zu bedenken. "Es ist hart und es ist nicht mehr so einfach wie früher, aus der ersten Reihe zu starten und ein Rennen anzuführen."

Rockenfeller bestätigt die Eindrücke seines Konkurrenten: "Wie Gary schon sagte: Das weißt du vorher nicht. Es ist jedes Mal ein Pokerspiel, jede Strecke ist anders. Das muss nicht heißen, dass die gleiche Strategie auch beim nächsten Rennen funktioniert. Im Nachhinein betrachtet war meine Strategie gut, aber vielleicht wäre ich auch mit einem Option-Start gut unterwegs gewesen", schildert "Rocky".

"Du kannst viel vorberechnen und mit einer Meinung ins Rennen gehen, aber wenn du dich zu sehr auf die Berechnungen verlässt und die Options am Ende fährst, besteht immer das Risiko, dass die Reifen nicht lange genug halten und du noch einmal stoppen musst oder wirklich langsam bist", schildert Rockenfeller. "Es ist nicht einfach. Wir versuchen, alle Daten zu sammeln, die wir haben, aber es bleibt ein Pokerspiel. So wird es auch weitergehen. Manchmal sind wir auf der richtigen Strategie, manchmal nicht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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