Mattias Ekström bekommt den Sieg vom Norisring nicht zurück

DTM 2013

— 30.07.2013

Fall Ekström: Kein Sieger am Norisring!

Mit dem Ergebnis des Gerichtes hatte wohl keiner gerechnet: Mattias Ekström bleibt disqualifiziert, Robert Wickens rückt aber nicht als Sieger nach

Audi ist mit dem Einspruch wegen der Disqualifikation von Mattias Ekström am Norisring vor dem Berufungsgericht des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) gescheitert. Der Schwede erhält seinen Sieg vom Nürnberger Stadtkurs somit nicht zurück und wird daher weiterhin außerhalb der Wertung geführt. Das Gericht bestätigte die Entscheidung der Rennstewards, den Schweden vom DTM-Lauf am Norisring zu disqualifizieren.

Die Stewards hatten Ekström nach seinem Sieg aus der Wertung genommen, weil sein Vater und ein Mechaniker vor dem Wiegen Wasserflaschen in den Rennanzug des Audi-Piloten schütteten und somit das Gesamtgewicht des Fahrers nach oben drückten. Die Kommissare sahen darin einen Verstoß gegen die Parc-ferme-Regeln und schlossen den Schweden vom Rennen aus.

Audi legte fristgemäß Protest gegen die Entscheidung ein, wodurch der Fall vor dem Berufungsgericht landete. Allerdings bestätigten die Richter vor wenigen Augenblicken die Entscheidung. Audi hat die Entscheidung angenommen. "Im Sinne des Sportes akzeptieren wir die Entscheidung und konzentrieren uns ab jetzt auf Moskau", kommentiert Abt-Teamchef Hans-Jürgen Abt die Entscheidung.

Allerdings wurde auch entschieden, dass es keinen Sieger am Norisring gibt. Mercedes-Pilot Robert Wickens rückt nicht nachträglich auf und darf sich somit nicht über seinen ersten DTM-Sieg freuen. Der Kanadier bleibt Zweiter, und auch alle nachfolgenden Fahrer behalten ihre ursprünglichen Positionen. In der Urteilsbegründung heißt es dazu folgendermaßen: "Das Berufungsgericht des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund) hat die Entscheidung der Sportkommissare bestätigt und die Berufung des Audi Sport Team Abt Sportsline gegen den Wertungsausschluss von Mattias Ekström beim DTM-Rennen auf dem Norisring (14. Juli 2013) zurückgewiesen."

"Da der Fahrer seinen Sieg auf der Strecke aber unter sportlich einwandfreien Bedingungen erzielt hat und das Fahrzeug dem Reglement entsprach, hatte das Team durch den Regelverstoß im Parc-ferme keinen Wettbewerbsvorteil. Daher entschied das Gericht, dass die nachfolgenden Teilnehmer nicht aufrücken. Der Kanadier Robert Wickens (STIHL Mercedes AMG) ist damit als Zweiter der Bestplatzierte Fahrer beim 5. DTM-Lauf."

"Dem Team war vorgeworfen worden, die Parc-ferme-Bestimmungen missachtet zu haben, die in Art. 44 des DTM-Reglements festgelegt sind. In diesem Reglementspassus ist unter anderem geregelt, dass vor der technischen Nachuntersuchung des Fahrzeugs keine Materialien oder Substanzen entfernt oder hinzugefügt werden dürfen. TV-Aufzeichnungen belegten allerdings, dass dem Fahrer noch vor dem durch das Reglement vorgesehenen Wiegen nachweislich eine Flüssigkeit unter anderem in die Tasche des Fahreroveralls gefüllt worden war."

Fotoquelle: xpbimages.com

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