Auf der Strecke nie alleine: Bruno Spengler hatte viel Feindkontakt

DTM 2013

— 18.08.2013

Prügelknabe Spengler: "Habe von allen etwas abbekommen"

Der BMW-Star musste ordentlich einstecken und war mit einem demolierten Auto chancenlos - Er verspricht: "Werden wieder mit vielen Autos vorne sein"

Über ein Jahr lang hatte Bruno Spengler in der DTM keine Nullrunde zu verzeichnen. Jetzt kommt es für den amtierenden Champion knüppeldick. Nachdem ihn in Moskau Miguel Molina auf die Hörner genommen hatte, musste der Kanadier am Sonntag auf dem Nürburgring von allen Seiten einstecken: "Ich habe etwas abbekommen - von hinten links, von hinten rechts, von überall", berichtet Spengler, nachdem er durch "einen richtig guten Start" auf Rang sechs nach vorne gekommen war.

Das ging nicht spurlos am schwarzen M3 DTM vorbei: "Leider war mein Auto nach drei Kurven stark beschädigt", weiß Spengler, von dessen Boliden die Karbonteile deutlich sichtbar abklafften. "Im Regen konnte ich noch das Tempo mitgehen und die Position halten. Als es aber trocken war, konnte ich nicht mehr schnell fahren. Viele Aerodynamik-Teile waren kaputt." Mit diesem Manko geriet der Schnitzer-Star von einer Kampfgruppe in die nächste, wurde nach wenigen Kurven aber jeweils an das Ende Fahrzeugschlagen durchgereicht.

Spengler kratzte und biss, aber es nützte nichts: "Ich habe versucht, sie aufzuhalten, aber sie waren eine oder eineinhalb Sekunden schneller als ich", sagt er über die förmlich vorbeifliegende Konkurrenz und ist mit den Manieren einiger Ingolstädter nicht einverstanden: "Dann habe ich noch ein oder zwei Schläge von hinten kassiert. Eigentlich habe ich heute von allen Audis etwas abbekommen." Ausgerechnet Titelkonkurrent Rockenfeller war es, der den Rennfahrerknigge im Gepäck hatte: "Der Einzige, der fair mit mir war, war Mike." Er war allerdings auch nie in Spenglers Nähe.

Mit 39 Punkten Rückstand braucht er für die Titelverteidigung dringend Topresultate. "Mein Ziel ist es, bis zum Saisonende Rennen zu gewinnen", zeigt sich Spengler kämpferisch. "Es gibt nicht mehr viel zu verlieren und ich bin in der Position des Jägers." Die Chancen schätzt er dabei nicht zu schlecht ein, schließlich habe sich seine Truppe rückblickend nicht so übel verkauft, wie es die Nullrunden vermuten lassen. "Ich hätte auch am Norisring um einen Podestplatz kämpfen können - da konnte ich die Leistung nicht zeigen. Genauso in Moskau", resümiert Spengler.

Wenn es überhaupt gravierende Probleme gegeben hätte, dann am Nürburgring, analysiert Spengler. Schwankungen hält er aber für normal: "Die DTM ist hart: Am Anfang der Saison für Mercedes, jetzt für uns. Audi scheint im Moment ein bisschen stärker zu sein, sie haben einen Lauf. Sie schaffen es, konstant mit vielen Autos vorne zu sein", schätzt er die Ingolstädter stark ein, verspricht aber: "Auch wir werden das wieder schaffen. Im vergangenen hatten wir auch so einen Moment. Irgendwann kommt wieder unsere Zeit." Die Frage ist nur: auch rechtzeitig?

Fotoquelle: xpbimages.com

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