Hatten einen dicken Hals, aber keinen Brass auf sein Team: Wittmann

DTM 2013

— 18.08.2013

Nicht auf den Piloten gehört: Wittmann kritisiert MTEK

Der Fürther hatte im Funk einen Wechsel auf Regenreifen gefordert, musste aber noch eine Runde draußen bleiben und war den BMW in den Kies

Als der Himmel über dem Nürburgring am Sonntag pünktlich zum Rennstart seine Schleusen öffnete, schien ausgerechnet ein Serienneuling in seinem Element zu sein: Marco Wittmann. Trotz den zu diesem Zeitpunkt niedrigsten Rundenzeiten im Feld wurde der BMW-Junior nur Siebter. "Glücklich bin ich mit Sicherheit nicht", stellt er gegenüber 'Motorsport-Total.com' dezent frustriert fest und meint: "Wir waren im Nassen und im Trockenen schnell - da hätten wir um den Sieg fahren können."

Dabei zeigte der 23-Jährige noch nicht einmal alles, was im M3 DTM steckte. "Das Tempo war gut, ich war phasenweise schneller als Augusto", erklärt Wittmann über Markenkollege Farfus, den er auf keinen Fall unabsichtlich von der Strecke befördern wollte und sich mit Attacken zurückhielt: "Ich wollte kein Risiko eingehen, denn gerade mit Slicks im Regen ist es immer gefährlich." Wie gefährlich, davon erhielt der Fürther kurz darauf eine Kostprobe, die er einem Taktikfehler zu verdanken hatte.

Im Funk hatte Wittmann einen zügigen Stopp gefordert: "Ich wollte in die Box, weil ich gesehen habe, dass es mit Slicks zu gefährlich ist und der Regenreifen der ist, der gefahren werden muss", schildert er. Gehör fand er jedoch nicht: "Das Team hat mich eine Runde länger draußen gelassen und es wurde nur schwieriger. Wenn man dann sieht, dass man von der Strategie her einen Fehler gemacht hat, versucht man, alles herauszuholen." Wittmann übertrieb es und rutschte in der Kurve zur Kurzanbindung von der Strecke. "Das war einen Tick zu viel", räumt er ein.

Die Ursache sieht er jedoch weiterhin in der Entscheidung gegen eine Reifenwechsel: "Wäre ich eine Runde früher an die Box gekommen, wäre das wohl nicht passiert." Wittmann ist der Meinung, dass seine Crew besser beraten gewesen wäre, auf den Piloten zu hören: "Ich als Fahrer habe am meisten Überblick, was draußen passiert. Ich habe klar gesagt, dass es sinnvoll wäre." Zu hart geht das BMW-Talent mit seinen Jungs aber nicht ins Gericht, nennt Fehler "menschlich" und betont, selbst auch nicht immer tadellos zu sein.

"Man gewinnt und verliert zusammen. Ich will das Team nicht schlechtreden, schließlich hatten wir schon tolle Erfolge", zeigt er sich mit Blick auf Rang zwei in Spielberg sowie im Nürburgring-Qualifying versöhnlich und betont, die gute Leistung im Regen als Bestätigung für seine Form betrachten: "Ich habe mich sofort wohl gefühlt und war einer der Schnellsten auf der Strecke. Danach habe ich alles getan, was möglich war, ein paar geile Überholmanöver gezeigt und eine geile Aufholjagd gestartet."

Fotoquelle: xpbimages.com

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