Lucas di Grassi sieht sich trotz Test künftig nicht in der DTM fahren

DTM 2013

— 03.09.2013

Di Grassi in die DTM? Eher nicht...

Lucas di Grassi spricht über seine Testrunden im Audi RS 5 DTM in Spielberg und darüber, ob er sich eine Anstellung als Stammfahrer vorstellen könne

Ende August saß Lucas di Grassi erstmals am Steuer eines DTM-Fahrzeugs. Auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg absolvierte der Brasilianer Testfahrten für Audi und fuhr genau wie der ebenfalls anwesende Nico Müller einen aktuellen RS 5 DTM.

"Das war eine großartige Erfahrung, für die ich Audi sehr dankbar bin", schwärmt di Grassi, der bei zwei Rennen der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) in diesem Jahr für die Ingolstädter im Cockpit saß. Der DTM-Test war für den 29-jährigen Ex-Formel-1-Piloten aber gleich in mehrfacher Hinsicht eine komplett neue Erfahrung. "Ich war zum ersten Mal auf dem Red-Bull-Ring. Der RS 5 DTM ist ein faszinierendes Auto. Ich habe mich schon nach kurzer Zeit wie Zuhause gefühlt."

"Es dauerte nicht lange, um sich an das Limit heranzutasten. Die DTM ist eine Serie auf höchstem Niveau und der RS 5 DTM verlangt natürlich eine spezielle Fahrtechnik", schildert di Grassi seine Eindrücke und findet rückblickend nur einen negativen Aspekt: "Schade, dass uns das ständig wechselnde Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Der Vergleich von Zeiten ist kaum aussagekräftig."

Gleiches Feedback wie Ekström

Basierend auf seinen Erfahrungen mit dem Audi R18, den er in der WEC-Saison 2013 sowohl in Spa-Francorchamps als bei den 24 Stunden von Le Mans fuhr, hält di Grassi fest: "Ich glaube, es gibt weltweit keine Tourenwagen-Klasse, die einem LMP-Sportwagen so ähnlich ist wie der DTM-Rennwagen. Der RS 5 DTM erzeugt viel Abtrieb und ist auch relativ leicht."

"Absolut erstaunlich ist sein Bremsvermögen. Dank der Carbonbremsen und des Abtriebs kann man sehr spät bremsen und das Auto bleibt stabil", schwärmt der Brasilianer und zeigt sich erfreut und erleichtert darüber, "dass Mattias Ekström und ich grundsätzlich die gleichen Ansichten zum Auto teilen. Unsere Fahrtechniken und die Rückmeldungen an die Ingenieure waren sehr ähnlich".

Als zukünftigen Stammfahrer in der DTM sieht sich di Grassi aber nicht. "Einer der Gründe für meinen Einsatz bestand darin, dass bei Tests auch Rookies zugelassen sind. Im DTM-Auto bin ich natürlich ein Rookie", sagt der 29-Jährige, sieht sich aber auch in Zukunft voll im WEC-Programm der Ingolstädter involviert: "Ich habe mit Audi einen mittelfristigen Vertrag und ich identifiziere mich voll und ganz mit dem LMP-Programm, für das ich auch im nächsten Jahr bereits eingeplant bin."

"Ich hoffe, ich konnte mit der Kombination aus meiner Formel-1- und LMP-Erfahrung und mit meinem Feedback den DTM-Kollegen ein ganz kleines bisschen helfen", so di Grassis Fazit der Testfahrten auf dem Red-Bull-Ring.

Fotoquelle: Audi

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