Bruno Spengler: Ist Oschersleben für ihn die Pole der letzten Chance?

DTM 2013

— 14.09.2013

BMW jubelt: "Zurück im Titelkampf"

Die Pole-Position der letzten Chance: Bruno Spengler und Augusto Farfus wittern im Titelkampf der DTM in Oschersleben noch einmal Morgenluft

In der DTM-Gesamtwertung sind eigentlich Christian Vietoris und Robert Wickens (beide Mercedes) die ersten Verfolger von Spitzenreiter Mike Rockenfeller (Audi), doch im heutigen Qualifying in Oschersleben gab auch BMW im Titelkampf ein Lebenszeichen von sich. Denn Bruno Spengler und Augusto Farfus, ihrerseits nur vier Punkte hinter der Mercedes-Konkurrenz klassiert, sicherten sich die Pole-Position beziehungsweise Platz drei.

Vietoris muss im Gegensatz dazu morgen als 20., Wickens als Elfter ins Rennen gehen. Kein Wunder also, dass BMW wieder Morgenluft wittert, trotz der 39 Punkte Rückstand auf den klaren Meisterschaftsfavoriten Rockenfeller: "Wir haben gezeigt, dass wir stark sind und zurück im Titelkampf", findet Sportdirektor Jens Marquardt, aber Polesetter Spengler relativiert, denn: "Mike ist als Vierter nicht so weit entfernt."

"Bei seiner Leistung in den vergangenen Rennen ist es zu früh, eine Kampfansage zu machen", erklärt der Kanadier, der heute übrigens nicht die schnellste Zeit des Tages fuhr - diese ging in Q3 auf Rockenfellers Konto, der diese aber in Q4 nicht mehr wiederholen konnte. Spengler: "Da wäre es zu optimistisch, zu denken, dass wir viele Punkte mitnehmen. Ich werde einfach versuchen, mich auf mich selbst zu konzentrieren und das Maximum herauszuholen."

"Das Team hat so hart gearbeitet, damit wir ein besseres Auto zur Verfügung haben. Das sieht man jetzt: Wir sind konstanter und es sind mehr Fahrer aus unseren Reihen vorne. Es ist ein großartiger Tag für uns", jubelt er. "Du bist rausgefahren und hast die Regentropfen auf deiner Windschutzscheibe gesehen, aber du musstest trotzdem alles geben. Ich war wirklich überrascht, wie eng es war. Es hätte auch Platz zehn herauskommen können, aber es ist Rang eins geworden."

"Aus unserer Sicht", gibt Marquardt zu Protokoll, "ist es sehr gut gelaufen. Gerade bei Bruno haben wir die Probleme am Samstagvormittag gut aussortiert. Ein sehr gutes Ergebnis!" Immerhin mit drei Fahrern unter den besten Fünf. Und weiter sagt der Deutsche: "Je nachdem, was das Wetter macht, müssen wir strategisch gut aufgestellt sein. Ein Rennen von vorne zu fahren, ist immer einfacher als im Verkehr. Mir persönlich wäre es definitiv lieber, wenn es trocken bleibt."

Auch Farfus war heute trotz der schwierigen Bedingungen konstant schnell, belegte in den drei ersten Qualifying-Segmenten die Plätze drei, vier und drei. Trotzdem findet der Brasilianer, dass es ein "verdammt kniffliger" Nachmittag gewesen sei: "Die richtigen Entscheidungen zu treffen, war eine Herausforderung für die Ingenieure. Es hat die ganze Zeit genieselt und du wusstest nie, ob es stärker wird oder aufhört."

"Ich bin glücklich, auch wenn das Auto in Q4 nicht so funktioniert hat, wie ich mir das gewünscht hätte", sagt Farfus. "Ich habe den Wagen nicht so zum Arbeiten bekommen, wie ich wollte. Diese einzelne Runde ist immer eine Lotterie. Der Reifendruck muss stimmen, man muss die Reifen auf Temperatur bringen, darf sie aber auch nicht überfordern. Ich hatte anschließend mit Übersteuern zu kämpfen. Dass ich wieder in Q4 war, zeigt, dass es bei uns vorangeht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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