Christian Vietoris wird wohl eine Aufholjagd starten müssen

DTM 2013

— 14.09.2013

Wickens & Vietoris: Glück, Pech und ein großer Fauxpas

Titelträume ade: Der Kanadier sieht zumindest das Podium noch in Reichweite, während sein Markenkollege nur noch "Schadensbegrenzung" will

Eigentlich wollten sich Mercedes' Speerspitzen im Qualifying am Samstag in Oschersleben die Kehlen für einen Kriegsschrei im Titelkampf ölen. Aber Pustekuchen: Robert Wickens startet nur von Rang elf ins Rennen, Christian Vietoris hat als 20. alles andere als eine gute Ausgangsposition. Der Kanadier gibt sich dennoch nicht geschlagen: "Wir sind schnell im Trockenen", sagt er 'Motorsport-Total.com'. "Für den Sieg müsste es aber schon regnen, ein Podium ist auch ohne Wolkenbruch möglich."

Dass er auf Petrus hoffen muss, hat Wickens seinem Team zu verdanken, dass ihn zu Beginn des zweiten Qualifying-Abschnitts nicht in die Fahrzeugschlange vor der roten Ampel am Ende der Boxengasse schickte. "Wir haben zu lange gewartet", bemerkt der 24-Jährige. "Das war das Problem, schließlich hat es schon geregnet, als ich auf die Strecke kam." Sich auf seine Truppe verlassen zu haben, bereut er nicht: "Es ist immer ein Teamentscheidung. Die Jungs haben viel mehr Informationen als ich im Auto."

Widerstand ist da zwecklos, Groll oder Schuldzuweisungen gibt es bei HWA hinterher nicht: "Wir sprechen darüber und ich will nicht diskutieren, weil sie einfach mehr wissen. Es ist ein Vertrauensverhältnis und so behandele ich diese Entscheidungen." Wickens ist klar, dass er Fortunas Geduld mit seinem Abflug auf der ersten schnellen Runde in Q1 und dem knappen Verpassen der Reifenstapel überstrapaziert hatte. "In meiner Outlap war viel Grip da, doch zwischenzeitlich hatte es offenbar stärker geregnet."

Vietoris hofft auf Regen

"Ich habe komplett die Kontrolle verloren. Da hatte ich das Glück, das mir nachher gefehlt hat." Während der Nordamerikaner die Sache noch ausbügelte, musste Vietoris schon früher die Segel streichen. "Das Wetter hat uns nicht in die Karten gespielt", ärgert sich der Gönnersdorfer, der bei kniffligen Bedingungen nur einen Versuch für eine schnelle Runde zur Verfügung hatte, im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com': "Meinen ersten Reifensatz habe ich mehr oder weniger umsonst verbraucht", erinnert er an eine kurze Regenphase zu Beginn.

Es wurde aber nicht besser: "Mit dem zweiten hat es dann gezählt und wir hatten viel Verkehr. Augusto Farfus war in jeder Runde vor mir und ich raus." Von mangelnden Speed will der HWA-Pilot nichts wissen - sein missglücktes Freies Training, dass er auf dem letzten Rang beendete, sei auf einen "Wurm im Auto" zurückzuführen gewesen. Den hätte man aber zwischenzeitlich eliminiert. Es bleibt die Hoffnung auf Chaos: "Regen wäre perfekt. Am Nürburgring haben wir gesehen, dass unser Auto im Nassen sehr schnell ist."

Obwohl der Weg nach vorne verdammt weit ist, steckt Vietoris noch lange nicht auf: "Wenn man die richtige Strategie und den richtigen Reifen drauf hat, ist noch viel möglich." Einen Platz für einen Pokal hält die Mercedes-Hoffnung im Reisegepäck dennoch nicht frei: "Die Zielsetzung ist ganz klar Schadensbegrenzung: Wenn ich nicht auf Punkte gehen würde, könnte ich auch gleich nach Hause fahren."

Fotoquelle: xpbimages.com

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