Bruno Spengler startet morgen doch nur als Sechster in das Rennen

DTM 2013

— 14.09.2013

Offiziell: Spenglers Pole-Position ist futsch

UPDATE: Der Kanadier muss nach einem Formfehlers des Teams fünf Plätze zurück - Green auf Pole-Position: "Fühlt sich nicht an wie eine echte"

Pech für Bruno Spengler: Der BMW-Pilot verliert seine Pole-Position für das DTM-Rennen in Oschersleben und wandert in der Startaufstellung um fünf Plätze auf Rang sechs zurück. Das entschied die Rennleitung am Samstagabend. Grund war ein Fehler seiner Schnitzer-Mannschaft, die einen für den vierten Qualifikationsabschnitt markierten Reifen bereits im dritten Segment eingesetzt hatte. Die Pole-Position erbt Jamie Green, der erstmals seit seinem Wechsel zu Audi ganz vorne steht.

Spengler war naturgemäß alles andere als begeistert: "Das ist sehr ärgerlich", hadert der Kanadier auf Nachfrage von 'Motorsport-Total.com' und zeigt sich mit der Entscheidung der Rennleitung nicht einverstanden: "Solche Fehler passieren, aber ich finde die Bestrafung zu hart. Ich hatte keinen Vorteil und es war auch nur ein Reifen vertauscht." Es handelte sich bei allen Pneus um frisches Material der Standardmischung von Hankook. Die sollten sich eigentlich gleichen wie ein Ei dem anderen.

Nutznießer Green staunte nicht schlecht: "Damit hatte ich natürlich nicht gerechnet, aber das passiert", so der Brite kurz nach der Information der Rennleitung. So richtig glücklich wirkte der Brite nicht mit der geerbten Pole-Position: "Es fühlt sich nicht an wie eine echte", sagt Green und relativiert: "Für das Team ist es eine, klar, aber für mich als Menschen und Fahrer? Nein. Da will ich die Jungs auf der Strecke schlagen, das fühlt sich besser an." Auch er musste schon Niederlagen am Grünen Tisch hinnehmen.

Deshalb zeigt er Einfühlungsvermögen, wenn er an Spengler denkt: "Wir fahren alle nach den gleichen Regeln. Ich verstehe, dass das ärgerlich ist, weil man keinen Wettbewerbsvorteil hat. Ich war ebenfalls schon in dieser Situation." Auch Jürgen Pippig offenbart Verständnis für die Kollegen von BMW: "Das ist etwas, das heutzutage passieren kann. Die Teams stehen unter so großem Druck, da ist ein Reifen schnell vertauscht", erklärt Audis Pressechef, der seinen Titelaspiranten Mike Rockenfeller plötzlich vor Spengler sieht.

Der Kanadier knirscht mit den Zähnen: "Ich hoffe nur, dass das in der Meisterschaft nicht zu viel ausmacht. Das muss ich heute Abend schlucken und morgen das Beste daraus machen." Spengler verspricht, auch von Position sechs aus anzugreifen. Allerdings wird er dafür im Getümmel von Oscherslebens berüchtigter Kurve eins mehr Risiko in Kauf nehmen müssen. "Da kann so viel passieren. Es kann dich einer von hinten abschießen", schwant dem amtierenden Champion Übles. "Wenn ich gut durch die erste Kurve komme, dann kann es gut nach vorne gehen - bei der Performance, die wir heute hatten."

Fotoquelle: xpbimages.com

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