Oschersleben: Timo Glock legte den längsten Stint aller Fahrer hin

DTM 2013

— 15.09.2013

Glock: Harte Zeiten auf weichen Reifen

BMW-Pilot Timo Glock setzt beim DTM-Rennen in Oschersleben auf eine ganz besondere Strategie: Platz 15 nach Dauerlauf auf Optionsreifen

Timo Glock wartet seit seinem Podestplatz in Spielberg weiter auf seine nächsten DTM-Punkte. Beim Rennen in Oschersleben ging sein Taktikpoker nicht auf und er landete auf Rang 15. Nach einem durchwachsenen Qualifying (Startplatz 16) wagte das BMW-Team MTEK mit dem Ex-Formel-1-Piloten eine riskante Strategie im Rennen. Glock wechselte nach vier Runden zum ersten Mal, zwei Runden später war auch der zweite Pflichtstopp absolviert. Anschließend meisterte der Wahlschweizer 45 Runden auf einem Satz der weicheren Optionsreifen.

"Ich habe am Samstag schon gesagt, dass wir etwas machen müssen, was die anderen nicht machen. Wir haben es versucht, haben auch ein bisschen auf den Einsatz eines Safety-Cars gesetzt", bilanziert Glock nach dem Rennen. "Wir wollten beide Stopps früh hinter uns haben, um im Falle eines Falles noch in der Führungsrunde zu sein. Das war möglich, deswegen haben wir es versucht. Ich bin dann 45 Runden auf dem Optionsreifen gefahren."

Laut Hersteller Hankook war der weichere Pneu nur für 20 bis 30 Rennrunden schnell, anschließend gab es einen regelrechten Einbruch bei der Haftung. "Bei vielen ist der Optionsreifen am Heck relativ stark eingebrochen. Bei mir ging es halbwegs. Nun gut: Meine letzten fünf Runden waren auch eine Katastrophe. Da ging natürlich gar nichts mehr", schmunzelt Glock nach seinem Dauerlauf am Sonntagnachmittag. "Es war klar, dass es uns ohne Safety-Car nicht nach vorne bringen würde. Somit ging unsere Strategie nicht auf."

"Marco ist eine komplett andere Strategie gefahren und nur knapp vor mir ins Ziel gekommen", blickt Glock auf Teamkollege Marco Wittmann, der Zwölfter wurde. "Wir haben etwas probiert, aber es ging nicht auf. Insgesamt war ich mit meinem Auto aber ganz zufrieden. Es war okay. Ich hoffe, dass wir für die letzten beiden Rennen des Jahres noch einen etwas besseren Weg finden. Obwohl: Audi war hier mit acht Autos in den Top-10 schon sehr dominant."

"Augusto hat gewonnen, sein Auto hat funktioniert. Wir müssen versuchen, dass wir mehrere Autos dorthin bekommen. Daran müssen wir arbeiten. Wir müssen mehr Autos vorne drin haben", sagt der Ex-Formel-1-Fahrer. "Wir müssen jetzt aus dem Tief heraus. Das Tempo haben wir. Ich würde gerne nochmal in den letzten zwei Rennen versuchen in die Punkte zu kommen." Glock hat derzeit 15 Zähler auf seinem Konto - all diese Punkte holte er in Österreich.

Die nächste Station der DTM ist das niederländische Zandvoort mit seiner in den Dünen gelegenen Traditionsstrecke. "Es ist immer dieselbe Nummer: Auch dort war ich seit Formel-3-Zeiten nicht mehr, also seit zehn oder elf Jahren", sagt Glock. "Ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wie meine Zandvoort-Bilanz damals war, aber es gibt keine Strecke, die ich gar nicht mag. Außerdem ist es auch egal. Im DTM-Auto ist es sowieso wieder ganz anders zu fahren."

Fotoquelle: ITR

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