Neben der Spur: Bei Mercedes seit dem Sommer nichts mehr zusammen

DTM 2013

— 04.10.2013

Mercedes kriselt und ist "maßlos enttäuscht"

DTM-Projektleiter Wolfgang Schattling räumt ein, dass seine Truppe in Zandvoort einmal mehr nicht auf der Höhe war - Grundlegendes Setupproblem besteht

Sonntag, 16 Uhr in Zandvoort: Mercedes hat die DTM-Journalisten nach dem Rennen in die Hospitality eingeladen, um Gespräche mit den Fahrern zu führen. Während die Berichterstatter zahlreich erschienen sind, haben sich VIP-Gäste längst verzogen. Zwischen Buffett und Kaffeebar herrscht Totentanz, frische Waffeln verkrusten einsam unter dem Wärmestrahler. Außer dem stets auskunftsfreudigen Daniel Juncadella lässt sich kein Pilot blicken. "Ein Meeting", heißt es. Besser gesagt: Krisensitzung.

Bei den Stuttgartern läuft es seit Wochen nicht mehr rund. Ein misslungenes Qualifying reiht sich an das nächste. In den Niederlanden gab es da keine Ausnahme, was DTM-Projektleiter Wolfgang Schattling nicht beschönigen will: "Wir sind maßlos enttäuscht. Die Plätze 14 und 16 können nicht unser Anspruch sein", sagt er zu den Problemen im Zeittraining, die die Hoffnung auf Podestplätze schon vor der grünen Ampel zerschlagen. Schließlich sind Wunderstrategien wegen der Leistungsdichte kaum möglich.

Bei Mercedes knabbern Fahrer und Verantwortlichen an der kleinen Krise. In den vergangenen vier Rennen - Moskau, Nürburgring, Oschersleben und Zandvoort - waren die Stuttgarter die Marke, die für die Herstellerwertung die wenigsten Punkte einfuhren: "Dass wir es zum zweiten Mal nach Oschersleben nicht hinbekommen haben, wurmt uns gehörig", betont Schattling. Mercedes liegt in der Tabelle mittlerweile deutlich hinter Audi (325 Punkte) und BMW (317). In Hockenheim wird es so keine Gezeitenwende mehr geben,

Allerdings setzt Silber mit sechs Boliden zwei Autos weniger ein als die übrigen Marken - eine Konstellation, die der Konkurrenz aus München 2012 trotzdem den großen Pokal bescherte. Offenbar gelingt es Mercedes einfach nicht, den Wagen in 90 Minuten Freiem Training richtig abzustimmen: "Wir waren zu weit weg vom richtigen Basissetup und mussten dann aufholen - das geht nur bis zu einem gewissen Grad", bemängelt Schattling und redet nicht um den heißen Brei herum.

Schließlich hat es am Lausitzring, als Mercedes oben auf und BMW weit ab vom Schuss war, auch geklappt: "Wir dürfen die uns zur Verfügung stehende Zeit nicht als Ausrede verwenden. Wir haben daneben gegriffen." Damit zu tun hat offenbar auch, dass das C-Coupé wie alle anderen Autos über eine gewisse Charakteristik verfügt und das Setup innerhalb eines Rahmens gefunden werden muss. "Unsere Techniker sind nicht so naiv, dass sie völlig daneben liegen", verteidigt Schattling seine Truppe.

Fotoquelle: Daimler

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