Optisch hat er sich kaum verändert, charakterlich umso mehr: Augusto Farfus

DTM 2013

— 12.11.2013

Farfus nicht mehr "jun.": Vom Enfant terrible zum Musterprofi

Der Brasilianer glaubt, aus seiner wilden WTCC-Zeit bei Alfa gelernt zu haben und bei BMW zu einem besseren Rennfahrer gereift zu sein: "War manchmal zu grob"

Erinnern Sie sich an einen jungen Brasilianer, der in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) als Pilot eines knallroten Alfa Romeo 156 für Blechschäden, Kollisionen, Strafen und fluchende Konkurrenten sorgte? Richtig, das Enfant terrible der Szene nannte sich "Augusto Farfus jun.", damals in seinen frühen Zwanzigern, ein unglaubliches Fahrtalent, aber nur äußerst selten mit zwei Außenspiegeln und intakten Kotflügeln ausgestattet. Aus dem Crashkid ist längst ein Pilot der Güteklasse eins geworden.

Mit dem Zusatz "jun." ist aus dem mittlerweile 30-jährigen Familienvater auch der ungestüme Hitzkopf verschwunden. "Du wirst erwachsen und du lernst", blickt Farfus im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' auf die vergangenen Jahre zurück. "Ich bin immer noch derselbe, aber du wächst und sammelst Erfahrungen." Wer acht bis zehn Jahre alte Bänder sieht, der glaubt kaum, dass in diesem Alfa derjenige saß, der heute in der DTM zu den souveränsten und konstanten Piloten zählt.

Feindkontakt? Den gab es mit seinem M3 nur ganz selten, stattdessen vier Laufsiege und die Vizemeisterschaft. Für seinen Wandel macht Farfus auch die Serie und das Werkssportprojekt von BMW verantwortlich, dem er sich schon 2007 an alter Wirkungsstätte anschloss: "Es ist eine andere Umgebung, andere Ziele und andere Rennen", überlegt der Mann aus Curitiba und räumt ein: "Bei Alfa war ich sicherlich manchmal etwas zu grob. Aber das hat geholfen, meinen Charakter zu bilden und zu lernen."

Sein Naturtalent brachte er schon immer mit, gewann im 156 sogar sein erstes Rennen in Monza. Farfus zieht das Positive aus seiner wilden WTCC-Zeit: "Alfa hat mir geholfen, in eine andere Welt des Tourenwagen-Sports zu kommen."

Fotoquelle: xpb.cc

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