Daumen hoch für eine gelungene Rookie-Saison in der DTM: Marco Wittmann

DTM 2013

— 18.11.2013

Wittmann: "Gut, dass man einfach auf dem Boden bleibt"

Nach seiner ersten DTM-Saison spricht der Deutsche über Rituale vor dem Rennen, Arbeiten bei Papa und die Popularität als Motorsportler

Die erste DTM-Saison seiner Karriere endete im Endklassement auf Rang acht. Damit weist MTEK-Pilot Marco Wittmann sogar neun Zähler mehr auf als Teamkollege Timo Glock, der ebenfalls seine erste Saison in der Tourenwagenserie absolvierte. In der Herangehensweise, betont Wittmann, schaue er sich von seinem prominenten Stallgefährten aus der Formel 1 jedoch weniger ab. "Jeder Fahrer bereitet sich anders vor", erklärt er.

"Timo geht zum Beispiel vorher aufs Fahrrad, es gibt andere Fahrer, die hören Musik. Das macht jeder Fahrer anders, um sich auf das Rennen oder die einzelnen Sessions vorzubereiten", präzisiert Wittmann. "Ich habe auch für mich etwas gefunden, eine Routine, die bisher ganz gut funktioniert hat, mit der ich gut abschalten und mich konzentrieren kann." Das Rezept klingt nicht schwer. "Einfach ganz locker sein", ist Wittmanns Devise.

Bis er zu der Erkenntnis gelangte, hatte der 23-Jährige aber schon einige Experimente durchforstet und probiert. "Es klingt komisch, aber ich habe es früher in Formel-3-Zeiten mit Entspannungsmusik versucht. Das hat bei mir aber nicht funktioniert, weil ich dabei immer eingeschlafen bin", berichtet Wittmann lachend. "Das war dann schon zu starke Entspannung."

Keine Experimente mehr

Diese Experimente gehören der Vergangenheit an. "Ich versuche einfach, ganz locker zu bleiben. So zehn Minuten vor jeder Session versuche ich dann, wirklich für mich zu sein und zu konzentrieren. Dabei möchte ich nicht unbedingt gestört werden", sagt Wittmann. "Bisher hat es ganz gut funktioniert und solange es weiterhin funktioniert, würde ich das gerne beibehalten." Ein zweiter Platz in Spielberg und eine Pole-Position in Zandvoort sprechen in der Rookie-Saison für sich.

Doch vom Erfolg lässt sich Wittmann nicht lange blenden. Er hat seine ganz eigenen Methoden, um auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Wenn es die Zeit erlaubt, hilft der Fürther daheim im Betrieb seines Vaters, einem Karosseriebauer, aus. Das behält Wittmann nach wie vor bei. "Es kommt aber natürlich immer drauf an. Natürlich haben wir auch Termine mit BMW, Events oder Pressesachen. Wenn es die Zeit zulässt, arbeite ich nach wie vor im Betrieb meines Vaters", sagt er.

Nie die Bodenhaftung verlieren

"Ich glaube, es ist gut, dass man einfach auf dem Boden bleibt, dass man weiß, wo man wirklich herkommt und solange es für mich persönlich machbar und nicht zu stressig ist, werde ich das auch fortführen", verspricht der BMW-Pilot. Im väterlichen Betrieb hat Wittmann auch seinen Fan-Stamm - denn eine gestiegene Popularität durch sein DTM-Engagement merke er nicht.

Würde er sich eine eben solche wünschen? "Ich sage mal so", fängt Wittmann an, "wir sind mit Sicherheit nicht so populär wie die Formel-1-Fahrer. Meine Leute verfolgen die DTM viel stärker und viel mehr", wozu er vor allem die Kundschaft im Betrieb seines Vaters zählt. "Dass ich auf der Straße angesprochen werde, ist eher nicht der Fall."

Fotoquelle: xpbimages.com

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