Witali Petrow ist derzeit ohne festes Engagement, will das aber ändern

DTM 2013

— 20.11.2013

Petrow will sich einkaufen: "Habe Mercedes kontaktiert"

In seiner russischen Heimat behauptet der Ex-Formel-1-Pilot, ein "Budget" für die DTM zusammengekratzt zu haben und fordert ein siegfähiges Auto

Als die DTM im vergangenen August auf dem Moscow Raceway ihre Russland-Premiere feierte, überzeugte sich Witali Petrow persönlich von der Qualität der Tourenwagen-Serie. Er rührte nicht nur für Mercedes die Werbetrommel und brauste im DTM-Renntaxi über die Strecke, sondern wollte die Chance nutzen, wieder nahe dran zu sein an einer professionellen Topserie - und die Weichen für ein Engagement in der Zukunft stellen? Nach eigener Aussage ist der 29-Jährige mehr als interessiert.

Petrow behauptet in dieser Woche vor Journalisten aus seiner Heimat: "Ich habe Mercedes kontaktiert, um herauszufinden, wie sich bei ihnen die Situation darstellt und ob es Bedarf für eine Verpflichtung gibt. So kann ich dort anrufen und sagen: 'Lasst und wieder miteinander sprechen.'" Mit den Stuttgartern ist die "Rakete aus Wyborg" nach der einmaligen Zusammenarbeit beim Rennen in Moskau und der DTM-Präsentation in der Hauptstadt derzeit nicht mehr offiziell verbunden.

Weiter erklärt der frühere Renault- und Caterham-Pilot in der Formel 1, er wisse über die Situation bei BMW Bescheid. Offenbar will sich Petrow, der zu seinen Zeiten in der Königsklasse mit einer Hubschrauberfirma verbunden, aber kein Zahlemann im Stile Pastor Maldonados war, sich einkaufen: "Ich kann behaupten, das Budget für zu haben - das habe ich innerhalb eines einzigen Tages aufgetrieben." Die Aussage überrascht: Die Hersteller sind bemüht, zu kommunizieren, dass Paydriver keine Rolle spielen und Piloten aufgrund ihres Talentes verpflichtet würden.

Petrow scheint sich seiner Sache in Sachen DTM sehr sicher zu sein, schließlich mal er sich schon aus, wie konkrete Verhandlungen aussehen würden: "Dann geht es darum, ob es mit einem Auto möglich ist, um Siege zu kämpfen." Für Petrow gibt es aber offenbar auch Alternativen zum Tourenwagen. Während von einem Test mit einem Auto ähnlich denen in der Topkategorie der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) noch in dieser Woche die Rede ist, behauptet er, mit drei Formel-1-Teams "in Kontakt" zu stehen.

Für die DTM wäre eine Verpflichtung des in seiner Heimat äußerst beliebten Petrow ein zweischneidiges Schwert: Einerseits brächte der Russe viel Aufmerksamkeit auf einem für Audi, BMW und Mercedes sehr wichtigen Markt, wo der Dachverband ITR zudem an einem zweiten Gastspiel in der Olympiastadt Sotschi schraubt. Andererseits wäre ein hinterherfahrender Petrow auch keine gute Werbung für den Sport.

Fotoquelle: xpb

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