DTM-Auftakt in Hockenheim: Pre-Events

DTM 2014

— 03.05.2014

Kein Respekt vor dem Alter: BMW-Youngster schlagen zu

Marco Wittmann und Antonio Felix da Costa waren die großen Überraschungen auf BMW-Seiten - Großes Lob von Motorsportchef Jens Marquardt

Mit der Jugend forsch nach vorn! Zwar konnte BMW heute beim ersten Qualifying der DTM-Saison auf dem Hockenheimring nicht die Pole-Position abräumen, doch mit den Rängen zwei bis vier liegt man durchaus in Lauerstellung im Kampf um den Sieg am morgigen Sonntag. Doch nicht etwa die Routiniers Martin Tomczyk oder Bruno Spengler holten die Kohlen aus dem Feuer, sondern die Youngster Marco Wittmann und Antonio Felix da Costa.

Wittmann schob seinen neuen M4 auf den zweiten Rang, Debütant Felix da Costa zeigte mit Rang drei ebenfalls einen sensationellen Einstand - auch wenn der Portugiese nachträglich hinter Spengler noch auf Rang vier versetzt wurde. "Es ist wirklich toll zu sehen, wie die Jungen heute performt haben", lobt Motorsportchef Jens Marquardt seine jungen Wilden. Und auch wenn er schon ein Jahr mehr auf dem Buckel hat, hat ihn besonders die Leistung Wittmanns begeistert.

"Ich bin riesig stolz drauf, wenn ich mir angeschaut habe, wie der das da im Qualifying umgesetzt hat. Das Team hat einen tollen Job gemacht - ihn auch in Q3 locker im Auto sitzen zu lassen - und dann haut er da so eine Runde raus und stellt seinen Wagen auf P2. Für so einen jungen Kerl: Hut ab. ich hoffe, da kommt noch einiges mehr nach", sagt er.

Und was sagt Wittmann selbst über seine Leistung? "Für uns war es ein sehr gutes Qualifying. Mit einem zweiten Platz in die neue Saison zu starten, ist definitiv ein gutes Ergebnis. Wir haben über den Winter hart mit meinem neuen Team RMG gearbeitet, und es scheint sich wirklich auszubezahlen. Adrien hat eine sehr gute Runde erwischt, wir müssen ihm gratulieren. Aber das Rennen ist erst morgen, wir werden nicht aufgeben und kämpfen. Das Rennen ist noch nicht vorbei."

Da Costa überrascht

Auch Antonio Felix da Costa war mit seinem Ergebnis heute zufrieden. Auch wenn ihm nachträglich noch ein Platz weggenommen wurde, ist der vierte Platz für einen Rookie alle Ehre wert. "Das war sensationell", muss auch TV-Experte Norbert Haug eingestehen. Mit dem Ergebnis selbst hätte aber auch da Costa nicht gerechnet, wie er erzählt: "Ich war in den vergangenen Wochen sehr aufgeregt. Es war das erste Mal, dass ich zu einem ersten Saisonrennen gekommen bin und keine Ahnung hatte, was ich erreichen kann. Jeder versteckt seine Leistung bei den Testfahrten und selbst dem Freien Training deutlich. Von daher war es ein wenig unerwartet."

"Ich gebe jedes Mal mein Bestes, wenn ich aus der Garage fahre, und ich bin glücklich, dass ich hier sein kann. Das zeigt, dass wir konkurrenzfähig sein können. Adrian ist eine sehr gute Runde gelungen, man muss sich nur mal den Abstand anschauen. Es gibt noch viel zu tun, aber ich bin ein glücklicher Mann. Ich bin glücklich, mit BMW und Red Bull in dieser Serie zu sein. Ich muss jedem ein dickes Dankeschön aussprechen - besonders meinem Team, das einen guten Job gemacht hat."

Auch für morgen hat der Portugiese noch keine wirkliche Vorstellung von seinen Möglichkeiten: "Im Inneren glaubt man immer, dass man gewinnen kann. Wenn ich meinen Helm aufsetze, dann glaube ich, dass das Beste getan werden kann", sagt er kämpferisch, weiß aber: "Die Rennpace ist noch einmal eine völlig andere Geschichte, daran müssen wir noch arbeiten. Es wird eine lange Nacht, und wir werden bestmöglich auf morgen vorbereitet sein."

Marquardt bleibt vorsichtig

Motorsportchef Marquardt ergänzt: "Erst einmal Glückwunsch an Adrian, Audi und Dieter (Gass; Anm. d. Red.). Das war echt eine beeindruckende Runde. Aus BMW-Sicht bin ich aber ebenfalls glücklich, wie unser neues Auto hier auf der Strecke performt hat. Für meine Fahrer Marco, Antonio und Bruno bin ich superglücklich. Das zeigt, dass wir wirklich stark sind." Doch der BMW-Mann sieht auch, dass die Konkurrenz über den Winter ebenfalls nicht geschlafen hat.

"Es war wirklich eng", fasst er zusammen. "In Q2 waren sieben Autos innerhalb von sieben Zehnteln. Wenn Norbert (Haug; Anm. d. Red.) noch hier wäre, würde er das in Zentimeter umrechnen. Ich kann das nicht, aber es ist megaeng", scherzt Marquardt. "Das zeigt, wie die DTM ist. Wir haben gesehen, wie stark auch Mercedes in einigen Teilen des Qualifyings war, von daher sollte man sie nicht abschreiben. Ich freue mich auf ein interessantes Rennen."

Und das ist wie immer sehr lang: "Das Rennen sind 42 Runden. Wir werden natürlich gleich von Anfang an schauen, dass wir Druck auf den Adrien machen. Mit DRS sollte es ja auch auf der langen Gerade die ein oder andere Möglichkeit zum Überholen geben. Ich denke, wir haben die Autos so gut im Feld verteilt, dass wir es vielleicht mit Strategie schaffen, die Autos ein bisschen nach vorne zu kriegen. Ich hoffe, dass wir morgen ein paar wärmere Temperaturen haben, damit wir auch mit dem Standard-Reifen ordentlich unterwegs sein können. Dann sehen wir weiter. Es wird ein sehr interessantes Rennen. Die Messe ist noch nicht gelesen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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