Günter Netzer lässt sich den Audi RS5 DTM von Mattias Ekström erklären

DTM 2014

— 07.05.2014

Netzer: "Wie bescheuert muss man auf seine alten Tage sein?"

Fußball-Legende Günter Netzer hat sich am vergangenen DTM-Wochenende auf dem Hockenheimring in einen DTM-Audi gezwängt

Einmal im Leben ein DTM-Auto fahren. Diesen Traum können sich nur ganz wenige erfüllen. Für die deutsche Fußball-Legende Günter Netzer ist er jetzt aber Realität geworden. Noch bevor die Rennfahrer beim DTM-Auftakt in Hockenheim auf die Strecke gingen, erlebte das badische Motodrom eine besondere Premiere: Der ehemalige deutsche Fußballstar setzte sich selbst hinter das Lenkrad eines Audi RS 5 DTM. "Als bekennender Fan schneller Autos war das immer mal ein Wunsch von mir. Jetzt, wo ich hier im Rennanzug stehe, und das Auto sehe, möchte ich aber am liebsten wieder nach Hause", jammerte der Fußballer noch bevor er in den Rennwagen stieg.

Der 69-Jährige zeigte sich aufgeregter als vor jedem Fußballspiel: "Zuerst bekommst du gesagt, dass die Karbonbremsen nicht sofort funktionieren. Sie müssen sich erst erwärmen. Wahnsinn, an was man alles denken muss, um das Auto überhaupt zu bewegen." Günter Netzer kam in den 1960er- und 1970er-Jahren als Fußball-Profi aus der Tiefe des Raums. Mit seinen langen Pässen hebelte der Mittelfeldregisseur manche Abwehr aus und machte diesen Satz zum geflügelten Wort in der Sportberichterstattung. Am Freitag kam Netzer wieder aus der Tiefe des Raums - dieses Mal aber nicht in einem Fußballstadion sondern im Motodrom des Hockenheimrings. Sein Sportgerät: ein reinrassiger Rennwagen - der Audi RS 5 DTM. 460 PS und 280 km/h Spitze.

Vor der Fahrt gibt es noch eine Einweisung

Bevor sich Netzer aber als erster Prominenter überhaupt ans Steuer eines Audi RS 5 DTM setzen durfte, erhielt er von den beiden DTM-Champions Mike Rockenfeller und Mattias Ekström Hintergrund-Informationen zum Auto und zur Rennstrecke. Bei einer gemeinsamen Erkundungsrunde auf einem Roller erklärte Rockenfeller die Herausforderungen des Hockenheimrings. Der zweifache Meister und Hockenheimsieger Ekström führte das Fußball-Idol im Anschluss in die Funktionen und Besonderheiten des Audi-Tourenwagens ein.

Dann kam aber doch noch das große Lampenfieber bei dem sonst so coolen Fußballer durch: "Warum regnet es nicht, dann muss ich nicht fahren." Seine Hände zitterten während er das sagte. Doch dann ging es auch schon los. Netzer presste sich im hautengen Rennoverall in den 460PS-Boliden. Die Anspannung verflog. "Das war wie beim Fußballspiel. Wenn es losgeht, ist die Nervosität weg", kommentierte Netzer. Von Null auf 100 in 2,8 Sekunden, 280km/h Spitze. Erster Startversuch: Netzer würgte ab. Aber schon beim zweiten Mal klappte es und der 69-Jährige rollte aus der Box. "Da merkt man immer noch sein Gefühl im Fuß", lobte Ex-Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Netzer: "Was die Jungs leisten, Hut ab!"

Nach drei Runden auf dem 4,574 Kilometer langen Kurse war dann aber auch schon wieder Schluss. Mike Rockenfeller winkte Netzers Rennwagendebüt ab. Netzer stieg mit hochrotem Kopf aus. Mattias Ekström half ihm dabei. "Unglaublich. Diese Kerle fahren ja in einer anderen Welt. Das hat meine Begeisterung für den Motorsport und die DTM im Besonderen noch einmal gesteigert", so der 69-Jährige. "Ich habe höchstens 25 Prozent aus dem Auto geholt. Wenn ich mir vorstelle, was die Jungs leisten, wenn sie am Limit fahren und dann noch um Plätze kämpfen - Hut ab!" Netzer kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus: "Also, ich träume ja nie, aber davon werde ich sicher noch oft träumen", so der Fußballer.

Für Rockenfeller war die Begegnung mit Netzer ebenfalls ein Erlebnis: "Ich kannte ihn bisher nur aus dem Fernsehen. Den Eindruck, den ich dort von ihm gewonnen habe, hat sich betätigt. Ein sympathischer Mensch und ein toller Sportler." Netzer war übrigens nicht der einzige deutsche Fußball-Weltmeister, der in Hockenheim vor Ort war. Klaus Augenthaler und Andreas Brehme waren ebenfalls in Hockenheim zu Gast.

Fotoquelle: Audi Motorsport

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