DTM in Oschersleben: Pre-Events

DTM 2014

— 17.05.2014

Mercedes: Sternenhimmel zappeduster

Projektleiter Schattling war sich sicher, dass es in Oschersleben kein Mercedes-Wunder geben würde - Wehrlein als Lichtblick - Letzte Hoffnung Regen

Nach dem Debakel von Hockenheim ist bei Mercedes ein prominenter Kopf gerollt. Technikchef Gerhard Ungar nahm seinen Hut, doch eine Wunderheilung binnen zwei Wochen blieb wie erwartet aus. Denn auch im Qualifying zum zweiten DTM-Lauf in Oschersleben schlichen die AMG C-Coupés der Konkurrenz von Audi und BMW hinterher: Sechs Sterne auf den letzten sieben Plätzen sind die bittere Bilanz, die nur der erneut starke Pascal Wehrlein mit Rang zehn etwas aufzupolieren vermochte.

Für Wolfgang Schattling kommt die neuerliche Misere der Marke nicht überraschend: "Wir sind nicht mit großen Erwartungen angereist. Wir sind immer noch in einer Art Übergangsphase", sagt der DTM-Projektleiter der Stuttgarter und gibt sich nicht der Illusion hin, dass die Probleme der Saison 2014 im Handumdrehen behoben werden könnten. "Das wird nicht von heute auf morgen geschehen, sondern noch einige Rennen dauern", befürchtet Schattling und will "technische sowie personelle" Optionen ausloten.

Die Leistung in der Magdeburger Börde bewertet er entsprechend zurückhaltend, wenn es um die Gesamtbilanz geht: "Ein minimaler Fortschritt, aber kein bemerkenswerter. Bemerkenswert war die Leistung von Pascal, der uns Freude macht, der uns zeigt, dass er Kampfgeist hat." Als Zehnter war der angesprochene Wehrlein wie schon im Auftaktrennen bester Mercedes-Pilot. Damit platzierte sich der 19-Jährige weit vor dem routinierteren Christian Vietoris, der als 17. zweitstärkste Kraft in Silber war.

Wehrlein selbst bleibt zurückhaltend: "Ich denke, es war etwas besser als in Hockenheim. Aber jeder weiß doch, dass wir derzeit Probleme haben", erklärt der Baden-Württembeger, der noch im Badischen von Startplatz 15 aus ins Rennen ging. "Man sieht also, dass wir Fortschritte machen. Wir müssen jetzt das Datenmaterial analysieren. Wir können nicht binnen zwei Wochen das Auto auf den Kopf stellen. Der Weg ist noch lang."

Für den großen Abstand zu den Markenkollegen hat er eine simple Erklärung: "Ich hatte einfach eine bessere Runde. Es ist so einfach." Trotzdem blüht Wehrlein ein schwieriger Sonntag, schließlich strauchelt Mercedes sowohl im Qualifying- als auch im Renntrimm. Da kann höchstens Petrus Beistand leisten: "Wenn es regnet, ist sicher etwas möglich. Im Trockenen wird es ganz schwierig, Punkte zu holen", so Wehrlein. Auch Schattling weiß: "Sonst ist da nicht viel zu machen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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