DTM in Oschersleben: Pre-Events

DTM 2014

— 18.05.2014

Gass hadert mit Egoisten: "Hätte nicht passieren dürfen"

Der Audi-Rennleiter ist enttäuscht, weil seine Truppe sich im Kampf um den Sieg selbst im Wege stand, lobt aber die fantastischen Green und Molina

Trotz unverhoffter Ränge zwei und drei: Nach dem Rennen in Oschersleben gab es auch ein etwas längeres Gesicht bei Audi. Es gehörte Rennleiter Dieter Gass. Schließlich ging es im Regenchaos fast unter, dass die Ingolstädter einen auf dem Silbertablett präsentierten Sieg noch aus der Hand gaben. Entsprechend unzufrieden zeigt sich der Hesse: "Wir haben zwei Autos auf dem Podium und die Führung in der Gesamtwertung, aber Jamie (Green; Anm. d. Red.) hatte das Auto und die Chance, zu gewinnen."

Die Leistung des Briten, der vor der entscheidenden dritten Safety-Car-Phase die Szenerie von der Spitze aus dominiert hatte und teilweise bis zu drei Sekunden pro Umlauf schneller fuhr als die Konkurrenz, verlangt Gass eine Menge Respekt ab. "Er fuhr in einer anderen Liga", lobt der Audi-Verantwortliche den letztlich glücklosen Green, der mit einem waghalsigen Wechsel auf Slicks noch einen Verzweiflungsversuch gestartet hatte, dabei allerdings im Kiesbett strandete.

Nutznießer dieser Situation hätten eigentlich Mike Rockenfeller und Edoardo Mortara sein können, doch das Duo machte sich selbst das Leben schwer: "Wir waren uns nicht ganz einig und haben Christian (Vietoris; Anm. d. Red.) erlaubt, unsere Autos zu überholen. Das hätte uns nicht passieren dürfen", ärgert sich Gass, der die riskante Reifentaktik des Duos als Glücksgriff versteht: "Eine riskante Entscheidung trifft man einfacher, wenn man nicht vorne steht. Wenn es so funktioniert, steht man am Rennende ganz oben", so Gass weiter.

Wenigstens zieht Gass aber über das Rennen Molinas ein positives Fazit. Der Spanier war nach seiner Disqualifikation am Samstag von Startplatz 22 auf Rang sechs nach vorne gefahren: "Miguel ist dieses Jahr so stark unterwegs, das ist einfach unglaublich. Außer in Q3 in Hockenheim war er in allen Trainingsabschnitten unter den Top 3", weiß der Rennleiter, der seinem zuletzt gebeutelten Piloten die Treue hielt - auch, als sein damaliger Teamkollege Rockenfeller ihn auf dem Weg zum Titel um die Ohren fuhr. "Er hat im vergangenen Jahr so viel Prügel bezogen und die Frage gestellt bekommen, ob er überhaupt ins Team gehört", erinnert sich Gass, der von Molina noch eine Menge erwartet: "Ich freue mich darauf, wenn er mal ein reguläres Rennen hat."

Fotoquelle: xpbimages.com

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