DTM in Budapest: Pre-Events

DTM 2014

— 31.05.2014

"Das hatten wir erwartet": Erneutes Mercedes-Debakel

Mercedes erreicht im Qualifying in Budapest einen neuen Tiefpunkt: Pascal Wehrlein geht als bester "Sternfahrer" nur von Platz 16 ins Rennen - "Wir sind zu langsam"

"Was BMW und Marco Wittmann erreicht haben, war beeindruckend. Was wir erreicht haben, war weniger beeindruckend." So fasst Mercedes-DTM-Leiter Wolfgang Schattling die Qualifikation am Hungaroring zusammen. Und "wenig beeindruckend" ist noch milde ausgedrckt, denn Mercedes fuhr im Zeittraining zum dritten Saisonlauf schlicht und ergreifend nur hinterher. Platz 16 - mehr war nicht drin.

Htte BMW-Fahrer Martin Tomczyk nicht Position 18 belegt, Mercedes wrde gar geschlossen die sieben Rnge am Ende des Feldes einnehmen. Und so zieht Schattling eine wenig berraschende Tagesbilanz: "Wir sind berhaupt nicht zufrieden. Aber das hatten wir erwartet. Denn noch haben wir mit unserem Entwicklungsprogramm nicht zur Konkurrenz aufgeschlossen. Wir wissen aber, wo unsere Defizite liegen."

Und diese versucht Pascal Wehrlein, als 16. bester Mercedes-Fahrer, in Worte zu fassen: "Der Abstand ist hier etwas grer, was vermutlich daran liegt, dass der Hungaroring eine lngere Strecke mit vielen Kurven ist. Es ist offensichtlich, dass wir in diesen Passagen unsere Zeit verlieren. Natrlich fehlt es uns auch an Abtrieb. Wir haben aber nicht nur ein groes Problem, sondern mehrere kleine."

Punkte fr Mercedes? Hchstens im Regen!

"Unterm Strich", so der Deutsche, "betrgt der Rckstand eben eine Sekunde. Das ist ein ziemlich groer Abstand. Ich habe noch versucht, das Beste daraus zu machen. Das war heute Platz 16. Es war einfach ein schwieriger und harter Tag fr uns Mercedes-Fahrer", meint Wehrlein. Und am hrtesten traf es Oschersleben-Sieger Christian Vietoris, der den 23. Platz unter 23 Piloten belegte.

"Es ist eine schwierige Situation. Das ist deutlich zu erkennen", sagt Vietoris und fgt hinzu: "Wir mssen es halt umsetzen, wenn es die Bedingungen zulassen. Das war in Oschersleben der Fall. Hier in Budapest war von Anfang an klar, dass es im Trockenen schwierig werden wrde. Wir sind unterm Strich einen Tick zu langsam. Und nun mssen wir daran arbeiten, so schnell wie mglich nach vorn zu kommen."

Womit laut Wehrlein nicht am Hungaroring zu rechnen ist. "Im Rennen wird es schwierig", sagt der Mercedes-Fahrer und erklrt: "Unter normalen Umstnden drften Punkte nicht drin sein. Wir mssen auf Glcksmomente hoffen und dann das Beste daraus machen. Fr uns geht es darum, mglichst viele Daten zu sammeln und Fortschritte zu machen. Und dann sehen wir, was dabei herauskommt."

Auch Schattling rechnet nicht mit Zhlbarem, schliet aber erneute Wetterkapriolen nicht aus: "Ich mchte an dieser Stelle nicht ber Regen im Rennen sprechen, denn das wre die einzige Hoffnung fr uns. Wir sind einfach nicht da, wo wir sein wollen oder sein mssen. Hier am Hungaroring ist aber nichts zu hoffen. Aber warten wir einmal ab, dann sehen wir weiter. Wir kmpfen in jedem Fall und geben nicht auf."

Fotoquelle: xpbimages.com

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