DTM in Budapest: Pre-Events

DTM 2014

— 01.06.2014

Außen cool, innen emotional: Wittmann denkt nicht an den Titel

Der BMW-Pilot warnt davor, seine derzeitigen Leistungen als selbstverständlich zu erachten - Auch Jens Marquardt dämpft die Erwartungshaltung

Lange hat die DTM eine deutsche Zukunftshoffnung, die die Szene aufmischt, vermisst. Im Jahr 2014 scheint sie gefunden: Marco Wittmann. Mit seinem zweiten DTM-Sieg in der laufenden Saison stellte der Franke am Sonntag auf dem Hungaroring unter Beweis, dass er im zarten Alter von 24 Jahren bereits über die nötige Abgebrühtheit verfügt, ein Rennen von der Pole-Position aus an sich zu reißen und anschließend der Spitze aus zu kontrollieren. Dafür gibt es ein dickes Lob vom Chef.

Jens Marquardt vergibt Bestnoten: "Marco hat einen fantastischen Job gemacht und das gesamte Wochenende dominiert. Er war vom Freien Training an 'on the money'", erklärt der BMW-Verantwortliche und erinnert daran, dass Wittmann nicht über einen Erfahrungshorizont verfügt wie mancher Konkurrent: "Er hat das super souverän gemacht, das ist beeindruckend für einen so jungen Mann. Es wäre übertrieben, zu sagen, dass man das hätte erwarten dürfen", meint ein begeisterter Marquardt weiter.

Wittmann unterstreicht die Bedeutung der ersten Meter, auf denen er seinen Markenkollegen Timo Glock distanzierte: "Der Schlüssel war es, den Start zu gewinnen und als Erster in die erste Kurve einzubiegen. Ich habe dann versucht, aus dem DRS-Fenster zu kommen und hatte vor dem Boxenstopp eine komfortable Führung, was mich zuversichtlich gestimmt hat." Jedoch auch die langsameren Standardpneus auf den Achsen: "Man weiß nie, ob die Leute auf Option-Reifen am Ende noch nahe kommen", bemerkt Wittmann.

Letztlich blieb er alleine auf weiter Flur und freut sich über den zweiten DTM-Erfolg der Karriere: "Ich bin sehr stolz. Ich genieße den Augenblick." Dass ihm dank 50 Punkten auch die klare Führung in der Gesamtwertung vor Titelverteidiger Mike Rockenfeller (31) gebührt, spielt keine tragende Rolle für den Mann aus Fürth: "Für mich ist das nicht so wichtig. Ich gebe immer mein Bestes, arbeite mit dem Team und mit BMW am perfekten Auto." Schließlich kann die Welt schon auf dem Norisring ganz anders aussehen.

"Hier und in Hockenheim hat es hervorragend geklappt, aber vielleicht haben wir mehr Probleme, wenn wir auf andere Strecken kommen", warnt Wittmann, der nicht so cool sein will, wie es nach außen hin den Anschein hat: "Ich bin innerlich sehr emotional", räumt der frühere Formel-3-Pilot ein. "Ich habe nach der Zieldurchfahrt in den Funk gebrüllt. Es ist unglaublich und eine große Leistung, zwei von drei Rennen gewonnen zu haben. Aber ich denke nicht an die Meisterschaft und wirke vielleicht deshalb etwas ruhig."

Fotoquelle: xpbimages.com

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