Edoardo Mortara und seine Kollegen fahren 2014 gelegentlich sehr späte Qualifyings

DTM 2014

— 07.06.2014

Qualifying in den Abendstunden: Was steckt dahinter?

Warum die DTM in dieser Saison einige Qualifyings nicht am Nachmittag, sondern in den Abendstunden austrägt, und was sich die 'ARD' davon verspricht

13:30 Uhr. Das ist die offizielle Startzeit der DTM. Dann setzen sich die Fahrzeuge sonntags in Bewegung, um die Einführungsrunde zu beginnen. Und das bei jedem einzelnen Rennen. Doch samstags ist das anders: Das Qualifying hat kein so klar definiertes Zeitfenster. Zuletzt in Budapest wurde das Zeittraining gar erst in den Abendstunden abgehalten, Beginn war dort um 18:10 Uhr.

Aber warum eigentlich? Weshalb das Qualifying nicht, wie es Motorsport-Fans gewohnt sind, am frühen Samstag-Nachmittag absolvieren? Die Antwort: DTM-TV-Partner 'ARD' verspricht sich vom späteren Start ins Zeittraining bessere Quoten, will mit der Platzierung von Livesport im "attraktiven Samstag-Vorabend-Programm" mehr Zuschauer erreichen als am Nachmittag, heißt es auf Nachfrage.

"Aus diesem Grund findet das DTM-Qualifying an verschiedenen Terminen zu späteren Sendezeiten statt als früher üblich", erklärt ein 'ARD'-Sprecher bei 'Motorsport-Total.com'. Wirklich durchschlagend ist der Erfolg dieser Maßnahme bisher aber nicht: Im Schnitt haben die Budapest-Qualifikation (0,80 Millionen) fast genau gleich viele Zuschauer verfolgt wie die Qualifikation beim Auftakt in Hockenheim (0,79).

Mit einem Marktanteil von 6,9 Prozent lag das späte Qualifying in Budapest auch nur minimal über den Quoten von Hockenheim (6,4). Oschersleben, das zweite DTM-Saisonrennen, kam mit dem Qualifying am Nachmittag auf 6,7 Prozent und auf durchschnittlich 0,63 Millionen Zuschauer, so die 'ARD' weiter. Das 18-Uhr-Fenster für das Zeittraining wird indes auch beim DTM-Lauf in Spielberg angestrebt.

Für die Rennfahrer ist dergleichen aber offenbar "kein Problem", wie DTM-Titelverteidiger Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi) erklärt. "Der Tagesablauf kommt zwar durcheinander, aber das ist ja für alle gleich. Und zum Beispiel in Le Mans fährst du ja auch zu allen möglichen Zeiten, kannst das nicht immer planen. Da muss man als Fahrer einfach flexibel sein." Aber was ist mit allen weiteren Beteiligten?

Während die Journalisten vor Ort bis tief in die Nacht noch Gespräche und Interviews führen, müssen an den Autos natürlich noch die üblichen Arbeiten durchgeführt werden. "Für die Mechaniker ist das schon schwieriger als für uns Fahrer", sagt Edoardo Mortara (Abt-Audi). "Sie müssen lange arbeiten. Und wenn das Qualifying erst um 18 Uhr beginnt, dauert ihr Tag sicher bis weit nach Mitternacht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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