Mike Rockenfeller weiß, wie am auf dem "Moscow Raceway" gewinnt

DTM 2014

— 07.07.2014

Audi hat in Moskau Platz eins im Visier

Fünf Audi-Piloten sind in Moskau auf der Jagd nach Tabellenführer Marco Wittmann - DTM-Leiter Dieter Gass: "Erster Saisonsieg ist überfällig"

Die Audi-Mannschaft reist mit einer klaren Zielsetzung zum zweiten DTM-Gastspiel in Russland: Nach sieben Podiumsplätzen in den ersten vier Rennen soll am Wochenende (11. bis 13. Juli) in Moskau der erste Saisonsieg folgen. Der Lauf markiert die Halbzeit der Saison und wird erstmals auf der langen Variante des "Moscow Raceway" ausgetragen

Audi präsentiert sich in der DTM-Saison 2014 mit einer geschlossen starken Mannschaftsleistung: Nach den ersten vier Rennen liegen sechs Piloten der Marke in den Top 10 und besetzen dabei die Positionen zwei bis sechs und neun. Hinter Tabellenführer Marco Wittmann liegen Edoardo Mortara, Mattias Ekström und Mike Rockenfeller in Schlagdistanz und haben die Chance, den BMW-Piloten mit einem Sieg von der Spitze zu verdrängen. In der Marken- und der Teamwertung reist Audi jeweils als Tabellenführer nach Russland. Lediglich ein Sieg fehlt in diesem Jahr noch in der Erfolgsbilanz der Vier Ringe.

Die Chancen auf ein erfolgreiches Wochenende auf dem eineinhalb Autostunden vom Zentrum entfernten "Moscow Raceway" stehen gut: Im Vorjahr feierten der spätere Champion Rockenfeller und Markenkollege Ekström einen souveränen Doppelerfolg und fuhren mit gut zehn Sekunden einen für DTM-Verhältnisse untypisch großen Vorsprung heraus. Auch die Pole-Position und die schnellste Rennrunde gingen an Audi.

Statt der nur gut 2,5 Kilometer kurzen Variante nutzt die DTM in diesem Jahr die 3,931 Kilometer lange Streckenvariante. Der neue Abschnitt hält einige schnelle Kurvenkombinationen bereit und sorgt außerdem für mehr Überholmöglichkeiten. Eine optimale Gelegenheit bietet nach wie vor das Ende der langen Geraden vor Start und Ziel, wo die Piloten vor dem Anbremsen in diesem Jahr mehr als 240 km/h erreichen.

Audi-Stimmen vor dem Rennen in Moskau:

Dieter Gass (Leiter DTM): "Für unsere Mannschaft ist der erste Saisonsieg längst überfällig. Wir haben mit nahezu allen Fahrern eine durchgängig starke Performance, während die Konkurrenz immer wieder Höhen und Tiefen erlebt. Für das Rennen in Moskau ist unser Ziel, den Vorjahressieg zu wiederholen - auch wenn wir auf einer anderen Streckenvariante fahren. Wir sind in diesem Jahr mit einer ausgeglichenen Mannschaftsleistung unterwegs und haben noch zahlreiche Fahrer im Rennen um die Meisterschaft. Das bedeutet auch, dass es für den Sieg in Moskau schon in unseren Reihen gleich mehrere heiße Kandidaten gibt."

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Abt ): "Moskau ist eine Rennstrecke, die uns sehr gut liegt. Das wissen wir aus dem Vorjahr, und daran ändert sich auch mit der längeren Variante nichts. Wir sind stolz darauf, den besten Audi-Fahrer und das beste Audi-Team in der Tabelle zu stellen. Diese Positionen möchten wir natürlich verteidigen und vor allem den Rückstand auf den führenden BMW-Fahrer weiter reduzieren."

Ernst Moser (Teamchef Phoenix): "Mit dem Sieg von Mike Rockenfeller aus dem Vorjahr haben wir nur gute Erinnerungen an Moskau. Ich bin die längere Streckenvariante im Vorjahr schon einmal abgelaufen und gehe davon aus, dass sie uns gut liegen wird. Unser Ziel sind Big Points mit beiden Autos."

Arno Zensen (Teamchef Rosberg): "Wir freuen uns auf Moskau und nehmen den Erfolg vom Norisring als zusätzliche Motivation mit. Jamie Green ist in Russland schon im Vorjahr ein starkes Rennen gefahren."

Mattias Ekström: "Das Rennen im vergangenen Jahr war eines der besten meiner DTM-Karriere. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf das Wochenende. Ich mag die Menschen und die Begeisterung in Russland und werde alles dafür geben, noch einen draufzusetzen. Denn der größte Pokal fehlt in diesem Jahr immer noch in unserer Sammlung."

Jamie Green: "Der Ausflug nach Moskau hat mir schon vergangenes Jahr viel Spaß gemacht - auch wenn die Wege vom Flughafen zum Hotel und zur Rennstrecke vielleicht etwas beschwerlicher sind als an anderen Rennstrecken. Der Kurs hat unserem Auto gut gelegen, das wird bei der längeren Variante nicht anders sein."

Miguel Molina: "Ich kann es kaum abwarten, endlich zum nächsten Rennen zu kommen. Die Läufe vor dem Norisring waren für mich sehr erfolgreich und daran möchte ich jetzt so schnell wie möglich wieder anknüpfen."

Edoardo Mortara: "Ich hatte jetzt drei richtig gute Rennen hintereinander und bin auch deshalb optimistisch für Moskau. Auch wenn ich persönlich dort im Vorjahr ein richtig schlechtes Wochenende hatte, haben Mike und Mattias gezeigt, was möglich ist und dass der Kurs unserem Auto liegt."

Nico Müller: "Ich habe auf der langen Streckenvariante schon ein Rennen im Formelauto bestritten. Der Kurs ist sehr flüssig und passt gut zu unseren DTM-Autos. Die Zuschauer erwartet ein spannendes Rennen und ich hoffe, dass wieder viele Fans den Weg zum 'Moscow Raceway' finden."

Mike Rockenfeller: "Mit der Pole-Position und dem Sieg hatte ich 2013 ein Traumwochenende in Moskau. Natürlich wünsche ich mir, dass ich dort nach zwei schwierigen Rennen die richtige Antwort geben kann. Mit einem etwas glücklicheren Händchen bei einigen Kleinigkeiten haben wir gute Chancen, wieder vorne dabei zu sein."

Timo Scheider: "Das Fahren mit einem DTM-Auto macht auf dem 'Moscow Raceway' extrem viel Freude: Das Grip-Level ist sehr hoch und mit der neuen Streckenvariante haben wir jetzt eine richtig schöne lange Gerade, wo gut überholt werden kann. Klar: Die Anreise ist etwas beschwerlich. Aber wenn man erst einmal da ist, hat man eine Menge Spaß."

Adrien Tambay: "Ich habe beste Erinnerungen an die Premiere im Vorjahr, wo ich von Platz 14 auf den vierten Platz nach vorn gekommen und dabei auch die schnellste Rennrunde gefahren bin. Ich habe bis jetzt in allen vier Rennen gepunktet - genau so soll es weitergehen."

Fotoquelle: xpbimages.com

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