Audi: Um Marco Wittmann (vorn) noch abzufangen, könnte es Stallregie geben

DTM 2014

— 13.07.2014

Chancenmaximierung: Audi bald mit Teamorder?

Fünf Fahrer auf der Verfolgung von Spitzenreiter Marco Wittmann: Setzt Audi in der zweiten DTM-Saisonhälfte alles auf einen Titelkandidaten oder gilt freies Fahren?

Am Ende kann es nur Einen geben. Und genau deshalb könnte Audi im DTM-Titelkampf die Zügel bald straff ziehen. Denn gleich fünf Piloten der Marke liegen in der Gesamtwertung hinter dem klar führenden Marco Wittmann (RMG-BMW) in aussichtsreicher Position, getrennt nur durch 13 Punkte. Das zeugt zwar von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Doch wer davon soll den Titel holen?

Diese Frage stellt sich auch DTM-Experte Norbert Haug. Und er rechnet damit, dass Audi in Kürze eine Marschroute für den restlichen Saisonverlauf vorgibt, wie er bei der 'ARD' erklärt: "Ich denke, der Audi-Fahrer, der am Sonntag den besten Job macht, der bringt sich in die beste Position für die Meisterschaft. Ich weiß ja, wie es läuft. Irgendwann wird dann für den Einen gefahren", sagt Haug.

Der frühere Mercedes-Sportchef weiter: "Die Anderen halten sich dann entsprechend zurück. Wir würden es uns zwar wünschen, dass durchgängig Rennen gefahren wird, aber wahrscheinlich ändert sich das in der zweiten Saisonhälfte." Eine ideale Situation ist es jedenfalls nicht, meint auch DTM-Titelverteidiger Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi): "Einige von uns sind vorn dabei. Das macht es schwierig."

Denn auf diese Weise gehe die interne Konkurrenz auf Kosten der Titelchancen des Einzelnen, wie der Deutsche hinzufügt: "Die Punkte verteilen sich ein bisschen. Und das hilft uns nicht dabei, Marco Wittmann einzuholen." Der BMW-Pilot hat vor dem fünften DTM-Saisonrennen schon einen Vorsprung von 19 Punkten auf Mortara, den besten Verfolger. Auch, weil Wittmann bereits zweimal gewonnen hat.

Deshalb sei der Abstand an der Tabellenspitze schon "relativ deutlich", sagt Audis DTM-Leiter Dieter Gass. "Das heißt, man muss große Punkte einfahren, um diesen Rückstand wettzumachen. Große Punkte bekommst du für Siege. Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir kurzfristig den einen oder anderen Sieg einfahren." Für Rockenfeller ist wiederum genau das "zweitrangig", wie er in Moskau sagt.

"Mich interessiert das eigentlich nicht. Denn am Ende musst du Meister werden, auch wenn du kein Rennen gewonnen hast. Das ist immer das Ziel", meint er. An einzelne Rennsiege werde man sich später nicht erinnern. "Wie viele Rennen man gewinnt oder nicht, das ist nicht so wichtig. Aber klar: Ich würde gern Rennen gewinnen", sagt der DTM-Titelverteidiger. "Das macht am meisten Spaß."

Fotoquelle: xpbimages.com

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