DTM in Spielberg: Pre-Events

DTM 2014

— 02.08.2014

"Cooler Heini" mit Mumm: So kreiselte Wickens zur Pole

Warum der Kanadier sich von zwei spektakulären Drehern nicht beeindrucken ließ und sein Boss ihn auf eine Stufe mit Formel-1-Rennsiegern stellt

Robert Wickens zementiert in der Saison 2014 seinen Status als Mercedes-Chefpilot. Dem Sieg auf dem Norisring ließ der Kanadier am Samstag die Pole-Position in Spielberg folgen, nachdem er zweimal mit dem virtuosen Abfangen von Highspeed-Drehern Unfälle verhindert hatte. "Unverhofft kommt hofft - hat sich heute mal wieder bewahrheitet", sagt ein zufriedener Wolfgang Schattling. Der DTM-Projektleiter der Stuttgarter kam aus dem Schwärmen von der Personalie Wickens nicht mehr heraus.

Der 25-Jährige nennt Fleiß den Schlüssel zum Erfolg und der Mercedes-Wiederauferstehung: "Wir haben den ganzen Tag hart gearbeitet. Wir haben Fortschritte verzeichnet, nie Schritte zurück getan. Das hat den Unterschied gemacht", rekapituliert Wickens. Seinem C-Klasse-Coupé spielt der Red-Bull-Ring offenbar in die Karten: "Wir sind auf den Geraden sicher nicht langsam und gut auf der Bremse. Wenn die Strecke etwas uneben ist, hilft uns das vielleicht auch", analysiert der frühere Formel-1-Tester mit Verweis auf den Norisring.

Seinen doppelten Fauxpas in Kurve acht will er sich genauer ansehen: "Diese Stelle ist wirklich schnell. Offenbar habe ich spezielle Probleme, sonst hätte ich mich nicht am gleichen Fleck auf die gleiche Art und Weise gedreht", vergleicht Wickens das Freie Training und das Qualifying. Beeindruckt oder gar eingebremst hatte ihn die Sache nicht. Weiter volles Risiko, so die Maxime: "Ich hatte eine Ahnung, was schief gelaufen war und Vertrauen in mich selbst sowie in das Auto - da habe ich es darauf ankommen lassen."

Am Rennsonntag soll der dritte DTM-Erfolg seiner Karriere folgen: "Versprochen: Ich versuche, zu gewinnen." Schattling ist Feuer und Flamme für Wickens - er erinnert an dessen Zeit in der Talentschmiede Renault-World-Series (WSbR): "Er hat Leute wie Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne geschlagen, die jetzt Stars in der Formel 1 sind. Wir wissen, was für einen guten Fahrer wir haben." Abseits des Cockpits beschreibt er den Mann aus Toronto so: "Ein ganz cooler Heini, typisch amerikanisch, typisch kanadisch."

"Der hat nicht nur das Talent, auch die Nervenstärke", erinnert sich Schattling an seine erste Einschätzung Wickens', die er gegenüber dem damaligen Motorsport-Chef Norberg Haug äußerte. Schlaue Ingenieure hat Wickens bei HWA obendrein. "Es braucht eine Strecke, die uns entgegenkommt, einen super Fahrer, der die Strecke liebt. Wenn die Not eine Tugend ist, dann wird man erfinderisch", erklärt Schattling, wie es die Mercedes-Techniker schafften, mit Setups am Limit die Defizite des Autos zu kompensieren.

Fotoquelle: xpbimages.com

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