DTM in Spielberg: Pre-Events

DTM 2014

— 02.08.2014

Blondinen und Markentreue: Was und wem Glock hilft

Der BMW-Star ist immer erfolgreich, wenn Freundin Isabell an seiner Seite ist - Am Sonntag könnte er aber für Wittmann und BMW zurückstecken

An der Spitze funkelte im Qualifying zum DTM-Lauf in Spielberg am Samstag ein Mercedes-Stern, dahinter formierte sich die geballte BMW-Armada: Timo Glock, Marco Wittmann und Augusto Farfus wollen Robert Wickens im Rennen von den Startplätzen zwei bis vier aus jagen. Dabei fehlten dem Ex-Formel-1-Piloten 0,006 Sekunden, um schon an der Ampel die Nase vorne zu haben. "Als der Funk aufging hörte ich an der Stimmlage beim ersten Wort, dass es nicht gereicht hatte", berichtet Glock.

Dass er überhaupt so schnell war, überraschte den Hessen nach einem misslungenen ersten Versuch im letzten Abschnitt des Zeittrainings: "Q3 war eine verrückte Session. Meine erste schnelle Runde war acht Zehntelsekunden zu langsam und die Zeit wollte mir einfach nicht gelingen, weil die Reifen den Geist aufgaben", wundert sich Glock, der vom Reglement mit zusätzlichen Kilogramm bedacht wurde. Das hellt die Analyse deutlich auf: "Man darf den Gewichtsnachteil nicht vergessen. Es läuft daher alles für uns."

Vielleicht liegt es auch weniger am M4 DTM als an einer Blondine namens Isabell: "Meine Freundin ist wieder da", erwähnt Glock, der seine Flamme offenbar stets zu beeindrucken weiß: "Immer wenn sie kommt, klappt es. Sie war vergangenes Jahr hier, beim Saisonfinale in Hockenheim und dort beim Auftakt - ich sollte sie immer mitbringen." Vielleicht gilt die größte Liebe am Rennsonntag aber seinem Arbeitgeber. Glock kann es sich vorstellen, zum Wohle BMWs für DTM-Leader Wittmann zurückzustecken.

BMW profitiert von neuer Geschlossenheit

Der 32-Jährige blickt voraus, ohne eigene Ambitionen per se zu streichen: "Ich werde alles dafür geben, das Maximum für BMW herauszuholen. Wenn ich eine Chance habe, das Rennen zu gewinnen, werde ich es tun. Wenn ich eine Chance habe, Marco zu helfen, dann werde ich das auch tun. Wir haben alle ein Ziel und das ist, dass am Ende ein BMW ganz oben steht." Wittmann selbst staunt nicht schlecht über Platz drei: "Wir waren doch überrascht", sagt der Fürther in der Pressekonferenz.

"In Q3 hat das letzte Stück gefehlt. Aber mit dem Gewicht, das wir bergauf schleppen...", überlegt Wittmann, der 15 Kilo zuladen musste und nicht alle Hoffnungen auf Glock setzt: "Ich will im Rennen auf das Podium, konzentriere mich aber auf mich selbst und versuche, das Maximum herauszuholen." Angesichts von vier BMW unter den Top 8 ist Jens Marquardt "richtig zufrieden" und lobt: "Es war eine Schwachstelle, dass die Geschlossenheit nicht da war. Da muss ich meinen Jungs ein Kompliment machen."

Spätestens nach dem Qualifying von Spielberg hat der Motorsport-Chef viele Wittmanns: "Marco hat immer wieder gezeigt, was mit dem Auto möglich ist. Wir mussten einfach schauen, dass wir das nicht nur mit einem oder zwei Fahren hinbekommen, sondern mit möglichst vielen von den acht." Er blickt zuversichtlich auf den sechsten Saisonlauf: "Was auch immer das Wetter bringt, wir sind in guter Position."

Fotoquelle: xpbimages.com

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