Audi steht zusammen: eingebaute Vorfahrt für Mattias Ekström im Titelkampf?

DTM 2014

— 13.08.2014

Audi: "Solange mathematisch noch Chancen bestehen..."

Im DTM-Titelkampf sieht Audi das siebte Saisonrennen am Nürburgring "nicht als letzte Chance", sondern will mit Mattias Ekström voll auf Angriff fahren

Die Chancen schwinden für Mattias Ekström und Audi. Doch trotz eines Rückstands von derzeit 39 Punkten auf DTM-Tabellenführer Marco Wittmann (RMG-BMW) will niemand vorzeitig das Handtuch werfen. Schon gar nicht vier Rennen vor Schluss. Schließlich sind in den verbleibenden Läufen noch immer 100 Punkte zu vergeben. Und deshalb gibt sich Audi-DTM-Leiter Dieter Gass kämpferisch.

"Solange mathematisch noch Chancen bestehen, werden wir den Kopf nicht in den Sand stecken. Das bedeutet: Selbst wenn es am Nürburgring schlecht für uns laufen sollte, haben wir auch danach noch Möglichkeiten. Die würden dann aber natürlich immer kleiner werden", meint Gass und merkt an: "Ich sehe den Nürburgring nicht als letzte Chance, aber es sind jetzt nur noch wenige Rennen."

Um die Titelchancen in der Fahrerwertung zu wahren, komme es in den noch ausstehenden Rennen darauf an, "dass man bei jedem Event eine entsprechende Performance abliefert", sagt Gass. Und das gilt nicht nur für Audi-Speerspitze Ekström, sondern auch für dessen Markenkollegen. Die hat der schwedische Ex-Champion bereits in die Pflicht genommen - teamdienliches Fahren ist erwünscht.

Nach dem Qualifying beginnt die Teamstrategie

Der frühere DTM-Meister Timo Scheider (Phoenix-Audi) würde diesem Wunsch gern entsprechen, wenn es ihm auf der Strecke denn möglich sein sollte. "Zuerst fahren wir aber alle für uns selbst unser Qualifying und versuchen, uns bestmöglich zu positionieren. In Spielberg haben wir gesehen, dass das leider Gottes ein bisschen unsere Schwäche war. Das muss besser werden", erklärt Scheider.

"Daraus ergibt sich eine Startaufstellung und dann wird man sehen, wer wo steht und wo auch Mattias steht", so der Deutsche. Er fügt hinzu: "Mattias und auch ich wissen, wie man so eine Meisterschaft gewinnen kann oder muss. Für den Fall, dass man ihn dabei unterstützen kann, wäre ich der Letzte, der nicht unterstützend zur Seite steht. Am Ende ist es auch eine Teamleistung. Das muss unser Ziel sein."

Mit Schützenhilfe alleine ist es laut Scheider aber nicht getan. Auch Ekström selbst muss beim siebten DTM-Saisonlauf Farbe bekennen. "Mattias hatte in den vergangenen Rennen eher durchwachsene Qualifyings. Für ihn wird, denke ich, das Hauptaugenmerk darauf liegen, nicht zu weit hinten zu stehen", sagt Audi-Fahrer Scheider. "Und dann ist natürlich die Frage, wo steht der Herr Wittmann?"

"Wir dürfen auch nicht die Mercedes-Jungs vergessen, die mittlerweile auch einen deutlichen Gewichtsvorteil haben. Ich bin daher gespannt, wo die Reise hingeht. Natürlich drücke ich uns von Audi die Daumen, dass es einen Schritt in die richtige Richtung geben kann", meint Scheider und fügt hinzu: "Aber wir müssen auch realistisch sein und sagen, dass es ganz, ganz schwierig wird."

Fotoquelle: xpbimages.com

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