Ab an den Ring: Der siebte Saisonlauf der DTM 2014 wird in der Eifel ausgetragen

DTM 2014

— 15.08.2014

Vorschau: DTM am Nürburgring

Die siebte Saisonstation der DTM am Nürburgring: Wer schlägt Profit aus der Gewichtssituation? Und sind Marco Wittmann und BMW überhaupt noch zu stoppen?

Ring frei für die siebte Runde: Der legendäre Nürburgring ist Schauplatz für das viertletzte DTM-Rennen des Jahres. Und eben dieses wird mit großer Spannung erwartet. Denn erstmals in dieser Saison treten die Autos mit dem maximalen Gewichtsunterschied von 20 Kilogramm an. Und der souveräne DTM-Spitzenreiter Marco Wittmann (RMG-BMW) fährt mit dem schwersten Auto im Feld.

Satte 1.130 Kilogramm bringt sein M4 am Nürburgring auf die Waage, das C-Coupe von Mercedes dagegen nur 1.110 Kilogramm, der RS5 von Audi 1.120 Kilogramm. Und das spricht für ein sehr interessantes Wochenende, zumal sich die Verfolger von Wittmann allmählich strecken müssen: 39 Punkte Vorsprung hat Wittmann bereits. Um ihn noch abzufangen, braucht es wahrscheinlich Stallregie.

Eine eben solche war schon beim vergangenen Rennen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg zu sehen, könnte nun aber verstärkt eingesetzt werden, damit der aktuell zweitplatzierte Mattias Ekström (Abt-Sportsline-Audi) noch den Anschluss zu Wittmann herstellen kann. Bruno Spengler (Schnitzer-BMW) und Edoardo Mortara (Abt-Audi) gelten bei 53 beziehungsweise 54 Punkten Rückstand schon als Außenseiter.

Der kleine Kurs am Nürburgring

Und wer reist als Favorit an den Nürburgring? Alle und niemand: In den vergangenen drei Jahren haben sich sowohl Audi als auch BMW und Mercedes in die Siegerliste eingetragen. Mercedes hält dank Pascal Wehrlein (HWA) auch den aktuellen Rundenrekord. Allerdings nur auf dem kleinen Kurs - die DTM befährt am Nürburgring nicht die Grand-Prix-Variante, sondern die 3,6 Kilometer lange Kurzanbindung.

Das bedeutet: Nach der Mercedes-Arena biegt das DTM-Feld rechts ab, lässt also die Passagen um Ford-Kurve, Dunlop-Kehre und Michael-Schumacher-S aus, um vor der Warsteiner-Kurve wieder auf den großen Kurs zurückzukehren. Macht insgesamt genau 3,629 Kilometer und im Rennen am Sonntag 49 Runden oder 177,821 Kilometer. Bis ins Ziel ist es also ein weiter Weg für die 23 Piloten.

Der Nürburgring stellt nämlich hohe Anforderungen an Mensch und Material: Auf der Zielgeraden und der Gegengeraden erreichen die Fahrzeuge Geschwindigkeiten von über 230 km/h. Es folgen jeweils harte Bremszonen, in denen die Autos auf etwa 80 km/h verzögert werden müssen. Insgesamt viermal sind solche Stellen zu meistern. Mit knapp 70 km/h die langsamste Stelle ist die erste Kurve nach Start und Ziel.

Heimspiel für Phoenix-Audi und RMG-BMW

Dabei handelt es sich zugleich um eine der besten Überholstellen des Kurses: Wer sich vor der ersten Kurve neben seinen Konkurrenten bremsen kann, hat eingangs der Mercedes-Arena eine Chance. Dort wiederum kann der Gegner aber kontern, weil diese Passage unterschiedliche Linien zulässt. Eine weitere gute Möglichkeit bietet sich dem Angreifer in der NGK-Schikane kurz vor der Zielkurve.

Begeistert von der Rennbahn sind die Piloten aber so oder so: "Der Nürburgring ist eine großartige Strecke, eine der traditionsreichsten, die wir in Deutschland haben. Nach wie vor macht es besonders großen Spaß, dort zu starten", sagt etwa Martin Tomczyk (Schnitzer-BMW), einer der DTM-Sieger in der Eifel. "Der Nürburgring ist einfach eine Institution und aus dem Kalender nicht wegzudenken."

Vor allem die in der Region ansässigen Rennställe Phoenix-Audi und RMG-BMW rechnen sich für das Wochenende am Nürburgring einiges aus. DTM-Spitzenreiter Wittmann macht daher keinen Hehl aus seinen Ambitionen: "Wir möchten Stefan Reinhold (Teamchef; Anm. d. Red.) und der ganzen Crew nach Möglichkeit ein schönes Geschenk machen." Nicht unwahrscheinlich: Wittmann hat 2014 schon dreimal gewonnen...

Daten und Fakten zum DTM-Rennen am Nürburgring:

Rennstrecke: Nürburgring (kleiner Kurs)
Streckenlänge: 3,629 Kilometer
Renndistanz: 49 Runden oder 177,821 Kilometer

Rundenrekorde:
Rennen: 1:23.835 Minuten von Pascal Wehrlein (Mercedes/2013)

Die letzten Sieger:
2013: Robert Wickens (Mercedes)
2012: Bruno Spengler (BMW)
2011: Mattias Ekström (Audi)
2010: Bruno Spengler (Mercedes)
2009: Martin Tomczyk (Audi)

Zeitplan:

Freitag, 15. August 2014
17:20-17:55 Uhr - Rollout
17:55-18:00 Uhr - Startübungen

Samstag, 16. August 2014
08:00-09:00 Uhr - 1. Freies Training
10:10-11:10 Uhr - 2. Freies Training
11:10-11:15 Uhr - Startübungen
13:45-14:35 Uhr - Qualifying

Sonntag, 17. August 2014
13:30-14:45 Uhr - Rennen

Fotoquelle: xpb.cc

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