DTM am Nürburgring: Freitag

DTM 2014

— 16.08.2014

"Es ist fünf vor zwölf": Ekströms Chancen schwinden weiter

Nur Startplatz 22 am Nürburgring für den Verfolger, Pole-Position für den Gejagten: Mattias Ekström könnte am Nürburgring seine Titelchancen endgültig einzubüßen

Zehn Punkte aufholen in den restlichen vier Rennen des Jahres. Das ist die Mission von Mattias Ekström (Abt-Sportsline-Audi) im Endspurt der DTM-Saison 2014. Doch das Missionsziel rückt nach dem Qualifying am Nürburgring in weite Ferne. Denn während DTM-Spitzenreiter Marco Wittmann auf die Pole-Position fuhr, kam Ekström nicht über Startplatz 22 hinaus. Ein Debakel für den Ex-Champion.

Gut ist die Situation dagegen für Wittmann, der so die Möglichkeit hat, sich weiter von seinem schärfsten Verfolger abzusetzen. "Ein guter Tag für uns", meint der Deutsche. "Die Pole-Position ist eine gute Sache. Im Augenblick dürfen wir zufrieden sein." Sehr viel mehr lässt sich Wittmann aber nicht entlocken. "Abwarten" ist die Devise, wie schon seit Saisonbeginn. Er kann es sich leisten.

Für Ekström ist dagegen "fünf vor zwölf", wie er bereits am Freitag gesagt hat. "Es wird schon schwierig", so der Audi-Pilot. "Ich muss pro Rennen zehn Punkte aufholen. Er muss also nur viermal Zweiter werden, um Meister zu werden. Das heißt: Es liegt nicht mehr in meinen Händen. Es braucht Leute, die mithelfen. Alleine schafft man es nicht mehr. Und träumen ist schön, aber das bringt nichts."

Deshalb will BMW-Sportchef Jens Marquardt auch den Siegersekt beim nächsten Saisonlauf am Lausitzring noch nicht kaltstellen. Er meint: "Es kommen dann immer noch drei Rennen und die können viel geben. Es ist nicht ganz einfach, also werden wir konzentriert weiterarbeiten." Ein Lob für DTM-Spitzenreiter Wittmann gab es aber natürlich: "Marco ist einfach so stark unterwegs."

"Er hat ja schon in seiner ersten Saison wirklich tolle Ergebnisse erzielt. Über den Winter ist er mit dem neuen Auto zu einer Einheit zusammengewachsen, direkt von der ersten Fahrt an. Er leistet super Arbeit mit seinem Team. Und mit dem Erfolg steigt natürlich auch das Selbstbewusstsein", erklärt Marquardt und fügt anerkennend hinzu: "Für einen so jungen Mann erbringt Marco eine tolle Leistung."

Und damit ist Wittmann am Sonntag der Gejagte - von Audi. "Dass Marco Wittmann ganz vorn und Mattias Ekström ganz hinten in der Startaufstellung stehen, ist mit Blickrichtung Meisterschaft natürlich nicht so optimal", sagt Dieter Gass. "Unsere fünf Jungs werden Marco morgen aber gehörig einheizen und alles daran setzen, den überfälligen ersten Saisonsieg für Audi zu holen. Und auch Mattias darf man nie abschreiben."

Fotoquelle: xpbimages.com

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