DTM am Nürburgring: Freitag

DTM 2014

— 19.08.2014

"Er hat das Ding im Sack": Wittmann vor DTM-Titelgewinn

64 Punkte Vorsprung und der erste "Matchball": Ein vierter Platz reicht Marco Wittmann, um schon am Lausitzring vorzeitig den DTM-Titel einzufahren

"Ich glaube, mittlerweile kann ich nicht mehr drumherum. Es schaut ganz gut aus." Mehr noch: Die Situation von Marco Wittmann (RMG-BMW) in der DTM-Gesamtwertung ist besser denn je. Nach seinem vierten Sieg im siebten Saisonrennen hat er einen gewaltigen Vorsprung auf seine Verfolger. Die Lücke ist sogar größer als die Summe der Punkte, die der Zweit- und Drittplatzierte jeweils eingefahren haben.

Und so kommt Wittmann am Nürburgring nicht umhin, sich mit dem Gedanken zu beschäftigen, dass er schon am Lausitzring DTM-Champion werden kann. Dort reicht ihm ein vierter Platz - egal, was Mattias Ekström (Abt-Sportsline-Audi) und Edoardo Mortara (Abt-Audi) oder auch Mike Rockenfeller (Phoenix-Audi) veranstalten. Sie alle wären dann selbst bei einem Sieg raus aus dem Titelrennen.

Mit dieser Ausgangslage freundet sich Wittmann allmählich an. "Natürlich ist mir bewusst, dass ich einen großen Vorsprung auf meine Verfolger habe. Deshalb wäre es gelogen, wenn ich sagen würde, dass ich nicht an den Titel denken würde", meint der Deutsche. "Allerdings bin ich mit meiner Taktik, von Rennen zu Rennen zu denken, bisher hervorragend gefahren. Deshalb bleibe ich meiner Linie treu."

Er wolle einfach "weitermachen und konstant bleiben", so Wittmann. Er verspricht: "Ich konzentriere mich jetzt voll und ganz auf den nächsten Lauf auf dem Lausitzring." BMW-Sportchef Jens Marquardt pflichtet seinem derzeit besten DTM-Fahrer bei: "Obwohl es in der Fahrerwertung sehr gut für Marco aussieht, bleiben wir voll konzentriert. Es sind immer noch drei Rennen zu fahren und 75 Punkte zu vergeben."

Man ist also auf der Hut bei BMW. Die Konkurrenz rechnet sich indes keine großen Chancen mehr aus. Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich sagt frei heraus: "In der Fahrerwertung ist eine Vorentscheidung gefallen." Audi-DTM-Leiter Dieter Gass setzt dagegen auf die Zahlen. Und die sagen: Theoretisch haben die drei angesprochenen Audi-Piloten noch die Möglichkeit, Dominator Wittmann abzufangen.

"Gratuliert wird, wenn es wirklich vorbei ist. Es kann noch viel passieren", meint Gass, fügt aber hinzu: "Natürlich kennen auch wir die Wahrscheinlichkeiten. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Marco durch ist, die ist halt relativ hoch. Das muss man einfach so sehen." Zumal Rockenfeller seinem Rivalen am Nürburgring attestierte, "immer noch in einer anderen Liga" zu fahren - wie schon seit Saisonbeginn.

Sieben Rennen später hat Wittmann mindestens eine Hand am ganz großen Pokal. Oder vielleicht sogar schon beide Hände? Das scheint offenbar DTM-Experte Norbert Haug zu glauben. Der frühere Mercedes-Sportchef sagt in der 'ARD': "Wittmann ist auf dem Weg zum Superstar. Er ist hoher Favorit und hat das Ding im Sack." Nicht ganz, aber vielleicht nach dem achten Saisonrennen am Lausitzring.

Fotoquelle: xpbimages.com

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