Zu viel Abtrieb? Laut Mattias Ekström fährt sich ein aktuelles DTM-Auto zu einfach

DTM 2014

— 31.08.2014

Ekström: "DTM ist Formel 3 mit Dach"

Für den zweimaligen DTM-Champion Mattias Ekström ist die moderne DTM "viel zu leicht zu fahren", weshalb vor allem junge Piloten auf Anhieb schnell sein können

Es ist die große Frage in dieser Saison: Warum sind vor allem junge Piloten so schnell und einige der "alten Hasen" nicht? Darauf hat Mattias Ekström (Abt-Sportsline-Audi) nun eine Antwort gefunden. Der zweimalige DTM-Champion glaubt nämlich, dass sich die moderne DTM immer mehr vom einstigen Konzept eines Tourenwagens weg- und hin zu einem Formelauto mit Dach entwickelt.

Er habe diesen Trend über die Jahre selbst beobachtet, sagt Ekström. "2001 gab es zum Beispiel kaum Abtrieb. Und früher musstest du auch aufpassen mit dem Gas. Sonst hast du dir die Hinterreifen ruiniert. Man musste sie behandeln wie eine quengelige Frau", erklärt der DTM-Gesamtsieger von 2004 und 2007. Heute sei es ganz anders. Ekström: "In der DTM können jetzt viele schnell fahren."

Das hat, so der Schwede weiter, auch einen Grund: "Die DTM ist viel zu leicht zu fahren. Die moderne DTM ist Formel 3 mit Dach. Die Fahrweisen in der GP2 und Formel 3 sind viel ähnlicher zur DTM als früher." Was Nachwuchspiloten, die aus eben solchen Rennserien in die DTM wechseln, in die Karten spielt. "Ein Formel-3-Fahrer aus dem Mittelfeld fährt nach zwei Testtagen auf Anhieb vorn mit", meint Ekström.

Den Routiniers im DTM-Starterfeld falle die Umstellung auf die mit immer mehr Abtrieb versehenen DTM-Fahrzeuge dagegen schwer. Das macht sich auch am aktuellen Stand in der Fahrerwertung bemerkbar. Ob sich dieser Trend wieder ändert und die ältere Generation zurückschlägt? Ekström hat seine Zweifel: "Wenn ich jung wäre, würde ich das auch lernen. Aber alte Hunde lernen nicht so leicht."

Fotoquelle: xpbimages.com

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