DTM am Lausitzring: Pre-Events

DTM 2014

— 12.09.2014

DTM-Auto trifft IDM-Superbike

Ein Rennwochenende mit besonderem Aufeinandertreffen: Autos und Motorräder teilen sich am Lausitzring die Strecke, einen ersten "Vergleich" gab es vorab

Vor dem achten Lauf der DTM-Saison 2014 hat BMW-Pilot Martin Tomczyk seinen M4 für einige schnelle Runden gegen eine S 1000 RR eingetauscht. Gemeinsam mit dem amtierenden IDM-Champion Markus Reiterberger war er auf dem Handlingkurs, einer der zahlreichen Varianten des Lausitzrings, unterwegs. Denn am Rennwochenende wird den Fans in der Lausitz eine Besonderheit geboten: Erstmals seit 25 Jahren teilen sich Rennwagen und Motorräder eine Veranstaltung. Neben der DTM trägt auch die IDM am Sonntag ihre Rennen aus.

Vor Beginn des Rennwochenendes gaben Tomczyk und Reiterberger gemeinsam auf zwei und vier Rädern Gas. Zunächst gingen die beiden mit BMW S 1000 RR auf den Kurs. Anschließend stiegen sie auf vier Räder um: Tomczyk chauffierte Reiterberger im BMW-DTM-Safety-Car um den Kurs. Danach führte der Schnitzer-Pilot seinen Motorrad-Kollegen durch die Box und erklärte ihm die Details des M4.

"Es hat sehr großen Spaß gemacht, auch wenn ich mich zunächst etwas überwinden musste, mich voll und ganz der Technik dieses Motorrads anzuvertrauen und mich ans Limit heranzutasten", sagt Tomczyk. "Diese Motorräder sind mit Traktionskontrolle und ABS ausgestattet, aber sie haben eben zwei Räder weniger als das, was wir gewohnt sind. Mit dem Safety-Car habe ich dafür dann richtig Gas gegeben."

"Markus war ein super Beifahrer", meint Tomczyk. "Aber ein Motorrad-Fahrer ist ohnehin immer am Limit, deshalb hat er es genossen. Es war auch sehr interessant zu erfahren, wie es für ihn ist, mit dem Rennmotorrad über den Lausitzring zu fahren. Die Bodenwellen merkt man mit dem Motorrad noch viel mehr, man spürt jeden Schlag direkt. Dementsprechend ist es in den Kurven in der extremen Schräglage schwieriger, anzubremsen und herauszubeschleunigen. Da haben wir es mit vier Rädern doch noch etwas besser."

Doch Tomczyk hat auf dem Motorrad offenbar eine gute Figur gemacht. Das sagt zumindest Reiterberger: "Martin hat sich sehr gut geschlagen. Er saß auf dem Serienmotorrad mit Serienreifen, während ich mit meiner Rennversion mit Regenreifen gefahren bin, aber er hat sehr gut mit mir mitgehalten. Und die Fahrt im Safety-Car hat wirklich Spaß gemacht. Mit so einem Auto kann man im Regen besonders gut driften. Mit dem Motorrad geht das bei diesen Bedingungen leider nicht, denn da liegt man schnell auf der Nase..."

Fotoquelle: BMW

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